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Holzmarkt in Bayern

Die Aktivitäten in der bayerischen Forstwirtschaft sind weiterhin durch hohe Mengen an Käferholz geprägt. Im Staatswald blieb der Frischholzeinschlag für Nadelholz ausgesetzt. Lediglich in Ausnahmefällen wie zur Erfüllung laufender Verträge oder der Belieferung von Sondersortimenten wurde auch Frischholz bereitgestellt. Auch im Privat- und Kommunalwald beschränkte sich die Einschlagsaktivität bis auf wenige Ausnahmen auf die Aufarbeitung von Kalamitätsholz.

Auch im vierten Quartal 2018 war der Holzmarkt durch große Mengen an Kalamitätsholz aus dem Norden der Republik und aus dem benachbarten Ausland flossen belastet.

Lage am Nadelholzmarkt

Aufgrund der weiterhin bestehenden Überversorgung der Sägeindustrie mussten erneut in vielen Bereichen die Preise zurückgenommen werden. Frisches Fichtenstammholz B/C 2b wurde zwischen 74,- und 88,- €/Fm gehandelt. Langholz in B-Qualität konnte zu Preisen um 90,- €/Fm vermarktet werden. Äußerst angespannt war weiterhin der Markt für Käferholz. Von vielen Abnehmern wurden unabhängig von der Stärkelasse nur noch Mischpreise zwischen 45,- und 55,- €/Fm bezahlt.

Die Preise für Kiefernstammholz sind aufgrund des Überangebots an Käferholz weiter unter Druck geraten. Wurden im Vorquartal häufig noch bis über 70,- €/Fm angelegt, sanken sie für B/C-Ware der Stärkeklasse 2b auf 55,- bis 65,- €/Fm. Lediglich vereinzelt erreichten die Preise noch bis zu 70,- €/Fm.

Die Nachfrage nach Top-Qualitäten beim Nadelholz ist ungebremst, was sich in den ersten Submissionen bzw. Versteigerungen für den Winter 2018 zeigte. Bei der von den Bayerischen Staatsforsten durchgeführten Nadelwertholzsubmission in Fichtelberg konnte das Durchschnittsergebnis aller angebotenen Baumarten um gut 13 % auf 216,- €/Fm erhöht werden (zur Meldung).

Lage am Laubholzmarkt

Aufgrund der regen Nachfrage nach Laubstammholz konnten vielerorts Preissteigerungen durchgesetzt werden. Bei Buche wurde die Staffelung der Frühlieferprämien teilweise um mehrere Wochen nach hinten verschoben. Die Auszahlungspreise für Stammholz B in der 4. Stärkeklasse sind leicht gestiegen und lagen zwischen 105,- und 130,- €/Fm. Für C-Qualitäten in der gleichen Stärkeklasse wurden 68,- bis knapp 80,- €/Fm ausbezahlt.

Eiche hat sich spürbar verteuert. B-Ware der 4. Stärkeklasse wurde zwischen 350,- und 365,- €/Fm gehandelt, starke Dimensionen ab der 6. Stärkeklasse erzielten sogar bis 500,- €/Fm. Eiche in C-Qualität legte prozentual sogar noch etwas mehr zu, was Auszahlungspreise in der 4. Stärkeklasse von bis zu 170,- €/Fm bedeuteten.

Die Nachfrage nach Eschenholz war im vergangenen Quartal ebenfalls rege und führte zu Preisen von deutlich über 100,- €/Fm für B-Qualitäten.

Lage am Industrieholzmarkt

Im Bayerischen Privatwald konnte der zum Ende Oktober 2018 ausgelaufene Papierholzvertrag weiter zu den bisher gültigen Konditionen von 32,50 €/Rm für ein weiteres Jahr fortgeschrieben werden. Allerdings wurde der Industrie auch die Möglichkeit eingeräumt, 2 % Skonto in Anspruch zu nehmen. Laubindustrieholz wurde im vergangenen Quartal sehr stark nachgefragt. So wurde Buche IL zu Preisen von bis zu 50,- €/Fm gehandelt.

HMI/ Quelle: StMELF, Bayerischer Waldbesitzerverband/Red.

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