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Holzmarkt in Baden-Württemberg

In einigen nennenswerten Abschlüssen für die laufende Saison wurden in Baden-Württemberg für Buchenstammholz Preise erzielt, die im Mittel etwa 2 bis 3 € über denen der vergangenen Hauptvermarktungsperiode liegen. Ursächlich hierfür ist vor allem das große Interesse inländischer Abnehmer, die durchweg mehr Holz abnehmen wollen als im vergangenen Jahr. Dies liegt offensichtlich an vergleichsweise guten Absatzmöglichkeiten, denn dem Vernehmen nach sind die Buchensäger meist nur knapp bevorratet (HMI-Meldenetz Mitte Oktober). Zwar sind derzeit die Exporte vor allem nach China mit Unsicherheiten wegen phytosanitärer Zwänge behaftet, doch gehen etliche Marktteilnehmer davon aus, dass sich die Lage bis zum Jahresende wieder normalisiert. So zeigen bereits jetzt wieder einige Exporteure, dass sie bis Weihnachten wieder größere Mengen abnehmen wollen.
In aktuellen Buchenverträgen mit heimischen Abnehmern wurden je nach Kunde und Anforderung an die jeweilige Qualität Preise vereinbart, die innerhalb vergleichsweise großer Spannen liegen. Für B-Holz der Klassen 4 bis 6 gelten dabei folgende Preisrahmen (in €/Fm, m.R., ger.): 85 – 110, 100 – 120 und 110 – 130. C-Holz liegt entsprechend im Mittel bei 70, 72 und 74 €/Fm.
Bei Eiche besteht wie im Vorjahr eine recht hohe Nachfrage. Nachdem immer wieder neue Interessenten als Abnehmer auftreten, liegt die potentielle Einkaufsmenge teils deutlich über dem möglichen Angebot. Während die Preise für Roteiche auf Vorjahresniveau blieben, wurden die für Eiche etwas angehoben. Für Eiche Stkl. 4 Güte B gelten 310 €/Fm, für Roteiche 140 €/Fm als marktgerecht.
Durch das Eschentriebsterben kamen in der jüngeren Zeit größere Mengen auf den Markt, die allerdings schon in der vergangenen Saison aufgrund einer hohen Auslandsnachfrage leicht abzusetzen sind. Für B-Qualitäten 3b bis 6 gelten im Mittel folgende Preise als marktüblich: 95, 130, 150 und 165, C-Ware erzielt 73, 85, 90 und 95 €/Fm. Die Nachfrage nach Ahorn und Kirsche ist wie im Vorjahr recht gering, weswegen der Walbesitz hier nur geringe Mengen anbietet.
Quelle: HMI-Meldenetz

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