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Holzmarkt in Baden-Württemberg

Der Stammholzmarkt ist in Baden-Württemberg je nach Region unterschiedlich aufnahmefähig. Während die Nachfrage im Osten des Landes wegen des Sturmholzanfalls durch „Niklas“ sowie durch einen zunehmenden Befall durch Borkenkäfer noch immer beschränkt ist, sind die Absatzmöglichkeiten im Westen etwas günstiger. Doch auch hier registriert der Waldbesitz regional einen zunehmenden Anfall von Käferholz. Auch die Abnehmer setzten verstärkt auf die Abfuhr von Käferholz, um eine Entwertung weitgehend zu vermeiden. Die nach dem Sturm aufgebauten Nasslager werden voraussichtlich nicht vor 2016 abgebaut.
In aktuellen Abschlüssen wurde für die Lieferung einer größeren Menge von Fichtenlangholz der Güte B bis zum Jahresende ein Preis von 78 bis 93 €/Fm für die Stärkeklassen 1b bis 2b+ vereinbart. Verträge über Abschnitte BC sehen bis zum Jahresende in östlichen Regionen Preise von 52 bis 92,50 für die Klassen 1a bis 2b+ vor und im Westen 76,50 bis 90,50 €/Fm.
Kiefernstammholz wurde in neuen Abschlüssen für die kommende Einschlagsperiode zu um 2 bis 4 €/Fm reduzierten Preisen unter Vertrag genommen. Für C-Holz der Stärkeklasse 2b wurden im Mittel 75 €/Fm vereinbart.
Eine sehr hohe Nachfrage besteht unverändert bei Douglasie, die Preise für BC-Abschnitte sind in aktuellen Abschlüssen im Vergleich zum Frühjahr nochmals um 1 bis 2 €/Fm auf 59 bis 104 €/Fm für die Stärken 1a bis 2b+ gestiegen. Auch bei Lärche registriert der Waldbesitz einen hohen Bedarf der Abnehmer.
Das Einkaufsinteresse an Buche ist zwar hoch, doch ist eine gewisse Unsicherheit der Abnehmer hinsichtlich der künftigen Entwicklung in China vorhanden. Es ist fraglich, ob, und wenn ja, wie sich die abschwächende gesamtwirtschaftliche Entwicklung auch auf den Holzbedarf und hier insbesondere auf Buche auswirkt. Unabhängig davon ist das Interesse an Frühlieferungen hoch, erste Mengen sind bereits eingeschlagen, die Abfuhr hat teilweise schon begonnen. Im Vergleich zur vergangenen Saison legte das durchschnittliche Preisniveau um etwa 3 € /Fm zu.
Eiche wird wie auch in den vergangenen Jahren rege nachgefragt.
Bei Industrieholz – und hier vor allem bei Schleifholz – ist nach wie vor ein relativ hoher Bedarf der Abnehmer zu spüren. Das Holz wird zügig abgefahren, die Abwicklung der bestehenden Verträge liegt im Plan.
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