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Holzmarkt in Baden-Württemberg

Aus dem Nichtstaatswald Baden-Württembergs wird berichtet, dass die dortige Käfersituation zwar nicht ganz so dramatisch ist wie in manchen anderen Teilen Deutschlands, dennoch ist die Lageeinschätzung der regional ansässigen Forstbetriebe alles andere als rosig. Vor allem Betriebe in den bekannten Hauptschadensgebieten berichten von schwierigen Geschäften. Auch in benachbarten Regionen ist Fichtenstammholz nur schwer zu vermarkten. Lediglich vereinzelt gibt es auch positive Stimmen, denen zufolge Vorverträge über mittelstarkes Fichten- bzw. Tannenlangholz weiter beliefert werden und lediglich die Sortierung des Käferholzes den Umständen angepasst werden muss. Vereinzelt ist Frischholz auch ausgesprochen lebhaft gefragt, so dass auch frisches unverfärbtes Käferholz akzeptiert wird.

Generell gilt, trotz der vereinzelten Positivmeldungen, dass die Nachfrage nach Fichtenstammholz deutlich nachgelassen hat und ein Großteil der Betriebe bei den Preisen Zugeständnisse machen musste. Im Sog der Fichte ist auch Kiefer kaum gefragt, die Preise tendieren nach unten. Deutlich entspannter ist die Situation bei Douglasie.

Für die nähere Zukunft ist zu erwarten, dass Nachfrage und Preise von Kiefern- und Douglasienstammholz zunehmen werden und auch bei Buche werden sich die Absatzmöglichkeiten nochmals bessern.

Buchenstammholz ist bei steigenden Preisen gesucht.

Im Vergleich zum Stammholz ist die Situation bei Industrieholz deutlich besser: Fichtenindustrieholz wird weitgehend unverändert zu stabilen Preisen nachgefragt, das Interesse an Papierholz nimmt sogar zu. Buchenindustrieholz und auch -energieholz wird lebhaft nachgefragt.

HMI/Quelle: FoKa

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