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Holzmarkt in Baden-Württemberg

Die Rundholzmärkte in Baden-Württemberg zeigen sich differenziert. Während die Situation im Westen des Landes noch einigermaßen unbeeinflusst von den Marktunruhen ist, mehrt sich im Osten das Holzaufkommen aus diversen Kalamitäten.

Manche großen Abnehmer decken sich zurzeit in hohem Maße mit – preisgünstigem – Sturmholz aus dem mittleren Bundesgebiet ein. Aufgrund der damit verbundenen guten Verhandlungsposition versucht man, das Preisniveau zu drücken. Vereinzelt werden sogar Liefervereinbarungen ausgesetzt, während gleichzeitig versucht wird, Kalamitätsholz zu niedrigsten Preisen einzukaufen.

Entsprechend dieser Situation liegen die aktuellen Holzpreise für frisches Fichtenstammholz in einem sehr weiten Rahmen zwischen 60 und mehr als 90 €/Fm. Im Schwarzwald gelten meist noch die höheren Preise, in weiter östlich gelegenen Landesteilen sind sie zunehmend niedriger. Während die Geschäfte der Forstbetriebe im März 2018 meist noch als gut bezeichnet wurden, haben sie sich bis Ende Mai deutlich verschlechtert. Zwei Drittel verzeichneten eine rückläufige Nachfrage nach Fichtenstammholz in langer sowie kurzer Aushaltung. Auch die Preise sind bei einem Großteil der Betriebe gesunken.

Auch bei Kiefernstammholz ist eine rückläufige Nachfrage verbunden mit niedrigeren Preisen spürbar, was zumindest teilweise auf saisonale Gründe zurückzuführen ist. Die schwierigere Marktlage für Buchenstammholz sowie Brennholz ist dagegen fast ausschließlich auf saisonale Gründe zurückzuführen.

Bei Industrieholz zeigt sich etwas Optimismus: Das Interesse an Fichtenpapierholz sowie Buchenindustrieholz nimmt gegenwärtig zu, die Preise tendieren allerdings noch stabil.

HMI, Quelle: FoKa

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