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Holzmarkt in Baden-Württemberg

Der Großteil der baden-württembergischen Forstbetriebe berichtete Ende Mai von guten Geschäften. Als Gründe hierfür werden vor allem das anhaltend hohe Wirtschaftswachstum, eine florierende Baukonjunktur sowie hohe Exporte angegeben. Holzeinschlag und -abfuhr verlaufen normal. Zwar kam es bei warmer Witterung zu einem erhöhten Schwärmflug der Borkenkäfer, doch waren marktrelevante Störungen nicht zu erwarten. ; Fichtenstammholz ist zunehmend gefragt. Etliche Verträge haben eine Laufzeit von einem halben Jahr oder einem Quartal, so dass sie nun neu verhandelt wurden oder man sich gerade im Gespräch befindet. Für Fichtenabschnitte sowie Langholz in B-Qualität und der Stärkeklasse 2b galten bisher Preise von 91 bis 93 €/Fm. Die Preise für C-Holz der Klassen 2b bis 4 liegen schwerpunktmäßig zwischen 74 und 77 €/Fm. Für die kommenden Monate geht der überwiegende Teil der Forstbetriebe von einer weiter steigenden Nachfrage und damit verbunden anziehenden Preisen aus. ; Palettenholz ist schwieriger zu vermarkten. Die Nachfrage war gesunken, der Druck auf die Preise hat zugenommen. Aktuell sind etwas mehr als 50 €/Fm erzielbar. In den kommenden Monaten könnte der Druck allerdings wieder nachlassen, Nachfrage und Preis dürften sich stabilisieren. ; Die lang anhaltende Sonderkonjunktur für Douglasie scheint zu kulminieren: Die Nachfrage stagniert, die Preise tendieren bei 100 €/Fm stabil. ; Bei Industrieholz gab es in der Vergangenheit Hoffnung auf bessere Absatzmöglichkeiten. Diese hat sich nach anfänglichen positiven Zeichen mittlerweile nicht bestätigt. Die Nachfrage nach Papierholz sowie FK-Sortimenten ist zuletzt eher zurückgegangen, weshalb die Preise wieder unter Druck geraten. Auch für die kommenden Monate ist nach Einschätzung etlicher Forstbetriebe mit keiner nennenswerten Stabilisierung zu rechnen. Die Nachfrage dürfte niedrig bleiben, die Preise dürften eher sinken.

HMI/Quelle: Foka

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