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Holzmarkt im Baltikum

Im Gegensatz zu großen Teilen Mitteleuropas mit Schwerpunkten in Deutschland und Österreich ist die Borkenkäferkalamität im Baltikum vergleichsweise unbedeutend ausgefallen. In Litauen sank die Buchdruckerpopulation in 2019 um 11 % verglichen mit 2018. Die Sommergeneration im August 2019 nahm im Vergleich zu 2018 sogar um 35 % ab. Auch aus Lettland wurden vergleichbare Ergebnisse gemeldet. Als Ursache wurde der hohe Flächenanteil an artenreichen Mischwäldern im Baltikum genannt. Im Vergleich zu Fichtenreinbeständen würden diese Wälder eine höhere ökologische Elastizität und schlechtere Lebensbedingungen für auf einzelne Baumarten spezialisierte Schadinsekten bieten. Die Käferkalamität würde sich daher von alleine „totlaufen“.

Der Holzmarkt im Baltikum sei daher vergleichsweise stabil. Aufgrund der europäischen Marktsituation werden allerdings auch aus dem Baltikum leicht fallende Nadelindustrieholzpreise gemeldet. Die verhältnismäßig gute Produktionskapazität an Pellet-Werken hat diesen Effekt aufgrund konstant hoher Nachfrage allerdings teilweise kompensieren können. Regionale Preisunterschiede resultieren aus unterschiedlichen Entfernungen zu Häfen und Bahnhöfen sowie Pelletwerken. Dieses sei für das Baltikum typisch.

HMI/Quelle: HD Forest

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