Holzverkauf und Holzpreise

Holzmarkt: ETTF fordert Einhaltung von Verträgen

Bearbeitet von Marc Kubatta-Große

Anlässlich der letzten Vorstandssitzung des Europäischen Holzhandelsverbandes (ETTF) am 29.04.2021 wurde intensiv über die Beschaffungssituation auf den europäischen Holzhandelsmärkten diskutiert.

Alle im Vorstand vertretenen Mitgliedsverbände des ETTF sehen derzeit eine sehr angespannte Beschaffungssituation. Dem stehen grundsätzlich sehr aufnahmefähige Märkte in Europa gegenüber.

Der ETTF beobachte mit zunehmender Sorge, dass Lieferverträge nicht immer eingehalten werden, was Menge und Lieferzeit angeht, sondern dass es einen Trend zur Nachverhandlung gebe.

ETTF lehnt Nachverhandlungen ab

Man lehne ausdrücklich die Nachverhandlung bestehender Verträge ab und fordere Lieferanten und Industrie auf, Verträge und Lieferzeiten einzuhalten. „Wir brauchen in ganz Europa zuverlässige Lieferanten und eine nachhaltige Beschaffungs- und Vermarktungspolitik in der Lieferkette“, so Generalsekretär Thomas Goebel.

Absatzmärkte könnten ins Stocken geraten

Der ETTF sei besorgt, dass durch bestehende oder sich anbahnende Lieferengpässe die guten Absatzmärkte ins Stocken geraten könnten. Deswegen sei es gerade jetzt umso dringlicher, auf zuverlässige Lieferanten setzen zu können. Es wird unterstrichen, dass Industrie, Handel und Verarbeiter gerade jetzt auf langfristige und nachhaltige Lieferbereitschaft setzen müssen, damit die guten Absatzmärkte nicht ins Stocken geraten und für die Zukunft auch erhalten bleiben.

Der ETTF hat 15 europäische Mitgliedsverbände und vertritt den europäischen Holzhandel und Holzimport.

Quelle: ETTF