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Holzmarkt in Österreich

Die globale Corona-Krise beeinflusst mittlerweile auch die Holzmärkte.

Bereits im Jänner musste der Export von Rund- und Schnittholz aufgrund fehlender Container nach China aber auch andere Überseemärkte stark reduziert werden. Die allgemeinen Corona-Restriktionen führen zunehmend auch in Europa im Export von Schnittholz und Sägerestholz – vor allem nach Italien – zu Problemen.

Aufgrund der großen Verunsicherung häufen sich die Nachrichten über Produktionsdrosselungen bei den Sägewerken in Österreich. Nachdem die Rundholzlager jahreszeitlich eher unüblich bereits jetzt prall gefüllt sind, gibt es für Nadelsägerundholz bereits Zufuhrkontingentierungen und erste Zufuhrsperren. Die Waldlager bauen sich daher zunehmend rasch auf und die Preise geraten unter Druck.

Beim Laubsägerundholz bleibt die Eiche bei attraktiven Preisen weiterhin rege nachgefragt. Schlechte Laubholzqualitäten sind hingegen kaum absetzbar.

Auch die Produktion von Nadel-Industrieholz für die Papier-, Zellstoff- und Plattenindustrie ist vorab zwischen den Vertragspartnern bestens abzustimmen. Die Abnahme erfolgt streng kontingentiert, zusätzliche Mengen außerhalb von Verträgen werden nur schwer absetzbar sein. Die Preise befinden sich auf sehr niedrigem Niveau. Der Absatz von Rotbuchenfaserholz läuft bei stabilen Preisen und guter Bevorratung weitgehend ungestört.

Entwicklung des Fi./Ta. Faser-/Schleifholz-Mischpreises in Österreich 1995 bis März 2020. Grüne Linie: Faser-/Schleifholz-Mischsortiment; blaue Linie: 10-Jahres-Durchschnitt 2010 bis 2019. Quelle: LK Österreich/ÖSTAT

Am Energieholzmarkt sind im Vergleich zum Vormonat keine Verbesserungen eingetreten: das Überangebot an Energie- und Sägerestholz trifft auf volle Lager und geringe Nachfrage.

LK Österreich

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