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Holzmarkt in der Schweiz

Die Wachstumsabkühlung in China verläuft weiter geordnet, und die rohstoffpreisbedingte niedrige Inflation stabilisiert die Konjunktur vor allem in den Industrieländern. Dies hilft auch der Schweiz, wo die Nachwehen des Wechselkursschocks aber nur eine schleppende Erholung zulassen.
Seit der Aufhebung des Mindestkurses EUR – CHF im Januar 2015 steht die Schweizer Wald- und Holzwirtschaft noch stärker unter Druck. Ausländische Produkte (Bretter, Balken, Holzwerkstoffe) sind rein wechselkursbedingt um etwa 15 % billiger geworden. Als Folge davon mussten auch die Schweizer Anbieter ihre Verkaufspreise absenken und massive Ertrags- und Umsatzeinbußen in Kauf nehmen. In einigen Regionen ist durch die rückläufige Bautätigkeit im Wohnungsbau auch das Absatzvolumen für Holzprodukte kleiner geworden. Die Verarbeiter setzen jedoch weiterhin und oft erfolgreich alles daran, ihre Marktanteile zu halten oder auszubauen und sind daher auf eine ausreichende kontinuierliche Belieferung mit frischem Stammholz angewiesen. Insgesamt konnte der Anteil von Holz im Wohnungsbau weiter zulegen.
Die Ostschweizer Sägewerke melden mehrheitlich eine gute Auftragslage. Die alten Rundholzlager sind verarbeitet und es wird wieder vermehrt frisches Nadelholz nachgefragt. Die Preise sind stabil und dürften nach eigenen Einschätzungen bis zum zweiten Quartal halten. Die Waldeigentümer hoffen nun noch auf eine längere Kälteperiode, damit die Holzschläge auch ausgeführt werden können.
Für die Preisverhandlungen empfiehlt die Holzmarkt Ostschweiz AG sich an den Richtpreisen der Waldwirtschaftsverbände, Stand September 2015 zu orientieren.
Es braucht Holz
 
Die Waldeigentümer und Holzvermarkter der Ostschweiz tauschten sich am 26. Januar in Winterthur zur aktuellen Lage auf dem Holzmarkt und zu Rundholzrichtpreisempfehlungen aus.
 
Der Rundholzmarkt läuft und darf als stabil betrachtet werden, wenn auch immer noch auf preislich tiefem Niveau. Die großen Lager der Holzindustrie sind größtenteils abgebaut und die Nachfrage nach frischem Nadelrundholz nimmt zu.
 
Den Waldeigentümern und Forstbetrieben wird empfohlen, Nadelholz-Massensortimente, welche für die größeren Nadelholzwerke in der Schweiz und im Ausland bestimmt sind, aus preislichen Gründen konsequent über die Schweizer Vermarktungsorganisationen zu vermarkten. Der Laubholzmarkt wird von den Buchenexporten nach China dominiert. Hier zeichnen sich aber aufgrund eines deutlichen Nachfragerückganges Unsicherheiten auf. Die Buche sollte möglich rasch vermarktet werden. Bei den übrigen Laubhölzern laufen die Abnahmen normal und die Nachfrage orientiert sich am Vorjahresniveau. Die Industrieholzwerke sind gut mit Rohstoff versorgt. Die Nachfrage nach Brenn- und Energieholzsortimenten ist eher gering, dürfte sich aber bald normalisieren.
 
Dringend wird die intensive Kontrolle der Fichtenbestände empfohlen; befallene Käferbäume sind aufzuarbeiten.
 
Wertholzsubmissionen St. Gallen/Thurgau
 
Die Wertholzverkäufe werden im Kanton St. Gallen koordiniert und unter dem Dach der Holzmarkt Ostschweiz AG ausgeschrieben. Es stehen Lagerplätze in Buchs, Henau und Kaltbrunn zur Verfügung, neu zusätzlich zwei Lagerplätze im Kanton Thurgau. Diese lösen die zum letzten mal im Jahr 2015 durchgeführte, Bodensee-Edelholz Versteigerung ab. Die Frist für Offerteingabe an die Verkaufsleitung ist der 6. März 2016, 18 Uhr.
 
Guten Absatz finden die Baumarten Esche, Eiche und Ulme. Der Ahorn ist vor allem in den Furnierqualitäten gut verkäuflich. Auch Nussbäume, sowie sämtliche Obstbaumarten sind gesucht. Der Kirschbaum wird wenig nachgefragt. Beim Nadelholz finden seltene Hölzer und Spitzenqualitäten guten Absatz.
 

Zu den Angebotslisten Wertholzsubmission Ostschweiz AG

 
Holzmarkt Ostschweiz AG

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