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Holzmärkte weltweit

Nachfragebedingt hat im Jahr 2016 der weltweite Handel mit Nadelschnittholz in vielen Regionen erheblich zugenommen. Die beiden mit Abstand größten Importländer sind die USA und China. Die Importe der USA dürften dieses Jahr ein Zehnjahreshoch erreichen und China wahrscheinlich einen Allzeitrekord aufstellen.
In den USA ist die Nachfrage nach Nadelschnittholz in diesem Jahr kontinuierlich gestiegen Allein in den ersten fünf Monaten dieses Jahres stieg der Holzverbrauch im Vergleich zum entsprechenden Vorjahrszeitraum um 14,2 %.
Aufgrund von sich ändernden Wechselkursparitäten waren in den vergangenen beiden Jahren die Holzpreise in Skandinavien kaum mehr wettbewerbsfähig. Die Preise sanken im Jahr 2016 auf den niedrigsten Stand seit 2005. Finnland konnte durchaus Exporterfolge vorweisen: Das Exportvolumen ist nun im siebten Jahr in Folge gestiegen.
In China blieben die Importpreise für Nadelschnittholz aus den beiden großen Lieferländern Russland und Kanada beinahe konstant.
Mit der Stärkung des Yen sind in Japan die Preise für Importware bezogen auf US-Dollar seit Beginn des Jahres 2016 gestiegen. Finnische und schwedische Herkünfte an Nadelschnittholz legten in diesem Jahr um etwa 21 % zu und auch Kiefer aus Russland hat sich zwischen Januar und August 2016 um 19 % verteuert.
Preis-Indices
Der Global Sawlog Price Index (GSPI) stieg im zweiten Vierteljahr 2016 um 4,2 %  auf 71,18 USD/m³. Dies war der höchste quartalsweise Anstieg seit dem zweiten Vierteljahr 2011.
Der European Sawlog Price Index (ESPI) blieb zwischen 2010 und 2014 relativ stabil, ist anschließend bis 2015 um 6 % gesunken und hat sich im zweiten Vierteljahr im Vergleich zum ersten Quartal dieses Jahres um 1,8 % auf 83,84 €/m³ erholt.
Gestiegen ist im Vergleich der ersten beiden Quartale 2016 auch der Softwood Wood Fiber Price Index (SFPI): Er zog erstmals seit Anfang 2014 um 2,3 % auf 89,63 USD/odmt (oven-dried metric ton; entspricht t atro) an. Als Hauptgründe werden Änderungen der Wechselkursparitäten angegeben wie auch höhere Preise in West-Kanada, Frankreich, Brasilien und Deutschland.
Auch der Hardwood Wood Fiber Price Index (HFPI) ist erstmals seit zwei Jahren 2016 um 3,7 % gestiegen. Die größten Preissteigerungen (in US-Dollar) waren in Russland, Brasilien, Chile, Australien und Ost-Kanada zu beobachten.
Die Produktion von Marktzellstoff erhöhte sich im Jahresvergleich um 4,8 %, wobei  der stärkste Anstieg in Westeuropa, Lateinamerika und Russland zu verzeichnen war. Der weltweite Handel von Zellstoff verringerte sich in den ersten fünf Monaten 2016 im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um rund 5 %. Die Importe Chinas erreichten im Juli dieses Jahres ein neues Rekordhoch. Aufgrund der hohen Lagerbestände stehen die Zellstoffpreise unter Druck, so dass der Preisverfall auch im kommenden Quartal weiter anhalten dürfte.
HMI/Quelle: WRI

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