ABO

Holzmärkte im Baltikum

In Lettland stellen Holz und Produkte aus Holz eine wesentliche Säule der Wirtschaft dar. Im September 2014 betrug der Anteil der Exporte von Holzprodukten an den gesamten Ausfuhren Lettlands gut 16 %. Im Zeitraum Januar bis September 2014 stiegen die lettischen Exporte von Holzprodukten im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 11,3 %. Mehr als 90 % der im Inland erzeugten Holzprodukte werden exportiert. Die wichtigsten Exportmärkte sind Litauen, Estland, Großbritannien und Deutschland. Generell ist Großbritannien ein recht bedeutender Abnehmer baltischen Holzes. Die Schnittholzpreise sind in der letzten Zeit etwas gesunken. Manche Akteure erwarten jedoch, dass die Preissenkungen nur vorübergehender Dauer sind. Die Märkte sind zwar derzeit von schwedischem Schnittholz überschwemmt, dies dürfte sich aber wieder ändern.
In Litauen sind die Rundholzpreise leicht gesunken. Als Ursache wird angeführt, dass ab dem 1. Januar 2015 Erträge aus Holzverkauf um mit 5 % zu versteuern sind. Dies hat zu Vorzieheffekten beim Rundholzeinschlag und damit verbunden einem leichten Überangebot geführt. Für die kommenden Monate wird aber wieder von anziehenden Preisen ausgegangen.
Im Baltikum tendieren die Märkte für Fichten- und Kiefernstammholz stabil, die Preise dürften das hohe Niveau halten. Birke und Aspe für die Zellstoffproduktion ist recht gefragt, wohingegen der Markt für Nadelholzzellstoff im vergangenen Jahr recht schwierig war und sich diese Schwäche fortsetzen könnte. Die Absatzmöglichkeiten für Energieholz haben sich wegen des milden Winters 2013/2014 deutlich verschlechtert. Die Rohstofflager der KWK-Anlagen und Pelletfabriken sind ausgelastet. Trotz des gegenwärtigen Marktumfeldes werden weiterhin neue Pelletfabriken und KWK-Anlagen gebaut.
HMI/Quelle: HD FestForest

Auch interessant

von