ForstBranche

Holzknappheit bedroht den Wirtschaftskreislauf

Bearbeitet von Marc Kubatta-Große

Der Bundesverband Holzpackmittel, Paletten, Exportverpackung (HPE) e.V. schlägt Alarm: Hält die Holzknappheit auf dem deutschen Markt weiter an, können Palettenproduzenten und andere Holzpackmittelhersteller schon in Kürze nicht mehr ausreichend produzieren.

Wenn die Rohstoffknappheit auf dem deutschen Holzmarkt weiter anhalte, drohen spürbare Beeinträchtigungen für den gesamten Warenverkehr – innerhalb Deutschlands und beim Export, warnt der Bundesverband Holzpackmittel, Paletten, Exportverpackung (HPE). „Dann sprechen wir nicht mehr bloß davon, dass Klopapier knapp wird. Auch der Lebensmittelbereich, die Chemieindustrie oder der Maschinen- und Anlagenbau werden davon deutlich betroffen sein“, warnt HPE-Geschäftsführer Marcus Kirschner.

Obergrenzen für Kunden

Erste Betriebe der Paletten- und Holzpackmittelindustrie haben für ihre Kunden seit Kurzem Obergrenzen eingeführt und liefern nur noch feste Kontingente, berichtet der Geschäftsführer. „Von der Rohstoffsituation sind unsere Unternehmen alle betroffen.“ Ausfuhren nach China und in die USA haben die Holzverfügbarkeit in den letzten Monaten drastisch verschärft. Bestimmte Schnittholzsortimente und Holzwerkstoffe, wie Sperrholz und OSB-Platten, seien derzeit kaum verfügbar.

Essenzielle Engpässe

„Mengen-, Termin- und Lieferzusagen werden für die Unternehmen der Branche immer schwieriger“, schildert Kirschner die Situation. Nach der Metall- und Kunststoffindustrie ist die Holzpackmittelindustrie die dritte im Land mit essenziellen Engpässen.

Warentransport könnte stocken

Die Mitglieder des HPE gewährleisten mit den von ihnen hergestellten Paletten, Kisten und Kabeltrommeln den Transport von Waren durch Deutschland, Europa und rund um den Globus. „Sollte sich diese Situation nicht zügig entspannen, werden schon bald die ersten Warentransporte stocken und die Belebung der Wirtschaft abwürgen“, schließt Kirschner.

Quelle: HPE