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Der Weiterbildungstag Fachgruppe Leimholz von Holzindustrie Schweiz stand ganz im Zeichen der Qualitätssicherung und der Forschung.

Holzindustrie Schweiz: Qualitätssicherung & Forschung

Der Weiterbildungstag Fachgruppe Leimholz von Holzindustrie Schweiz stand ganz im Zeichen der Qualitätssicherung und der Forschung.

Im Rahmen des Anlasses an der ETH Zürich wurden die Festigkeitssortierung, die Verklebungsqualität sowie Neuigkeiten aus der Normung und der Forschung thematisiert. Die zahlreichen Teilnehmer konnten so ihr Fachwissen auf den neusten Stand bringen und zudem ihre Erfahrungen mit anderen Leimholzproduzenten austauschen.

In einem Sortierprojekt, das vom Aktionsplan Holz des BAFU unterstützt wurde, konnte mit der Auswertung von über 1.850 Datensätzen von Zugversuchen an Brettschichtholz-Lamellen die guten Festigkeitseigenschaften von Schweizer Holz bestätigt werden. Der Projektleiter, Christoph Fuhrmann, hat die relevantesten Punkte der Festigkeitssortierung von Nadelholz hervorgehoben und die Vorgaben der Normen erläutert.
Im Praxisteil wurden einige Fichten-Lamellen sortiert und anschliessend in der Bauhalle der ETH Hönggerberg direkt mittels Zugprüfung getestet. Damit konnte eindrücklich der Zusammenhang zwischen den Sortierkriterien und der Zugfestigkeit aufgezeigt werden.

Neben den Festigkeitseigenschaften des Rohmaterials ist beim Leimholz auch die Qualität der Verklebung entscheidend. Dieses Thema wurde von einem Experten der Firma Henkel Schweiz, Bereich Engineered Wood Klebstoffe (ehemals Purbond AG) behandelt. Im ersten Teil des Referats hat Dario Salzgeber die Einflussfaktoren auf die Qualität der Verklebung hervorgehoben. Im zweiten Teil wurden die Qualitätskontrollen (Biege-, Scher- und Delaminierungsprüfung) und deren Auswertungen erläutert, welche durch die Produzenten im Rahmen der werkseigenen Produktionskontrollen (WPK) laufend umgesetzt und dokumentiert werden müssen.

Im dritten Referat hat Thomas Ehrhart, Doktorand an der ETH Zürich, den Stand des Forschungsprojektes zum Thema Brettschichtholz aus Buche präsentiert, welches ebenfalls vom AP Holz unterstützt wird. Dieses Forschungsprojekt ist in seiner Art europaweit einzigartig, da systematisch alle relevanten Punkte vom rohen Brett, über die Keilzinkung, die Flächenverklebung bis hin zu den fertigen Bauteilen untersucht werden. Durch dieses konsequente Vorgehen können die nötigen Erkenntnisse für die Produzenten aber auch wertvolle Grundlagen für die Normung erarbeitet werden. Die Zwischenresultate sind vielversprechend und zeigen die Potenziale der Buche eindrücklich auf.

Holzindustrie Schweiz

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