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Deshalb will Holzindustrie Schweiz die professionelle Vermarktung von Schweizer Holz kontinuierlich und langfristig verfolgen.

Holzindustrie Schweiz: Neue Impulse für das Holzmarketing

Der Präsident des Verbandes Holzindustrie Schweiz, Thomas Lädrach, konnte am 25. Mai über 80 Mitglieder und Gäste zum Kongress in Basel begrüßen, der aus aktuellem Anlass dem Marketing von Schweizer Holz aus unterschiedlichen Perspektiven gewidmet war.

Anlässlich der Mitgliederversammlung von Holzindustrie Schweiz, die am 25. Mai in Basel stattfand, wurden neben der Behandlung der üblichen Traktanden auch der neue Direktor Michael Gautschi und das neue Vorstandsmitglied Urban Jung, Geschäftsführer Lehmann Holzwerk AG, vorgestellt. Der scheidende Vorstand Armin Brühwiler wurde unter großem Applaus zum Ehrenmitglied ernannt.

Thomas Lädrach, Präsident von Holzindustrie Schweiz, führte aus, dass es den Mitgliedern des Verbands in den letzten Jahren gelungen sei, die Verarbeitungsmenge von Sägerundholz zu stabilisieren und 2017 sogar um 2 % zu erhöhen gegenüber 2016. Das sei angesichts des Währungsnachteils nicht selbstverständlich, doch umso erfreulicher. Neben dem positiven wirtschaftlichen Umfeld und der guten Baukonjunktur schreibt er dies den in den vergangenen Jahren verstärkten Werbe- und Kommunikationsaktivitäten der Branche zu. Deren Wirkung sei am Markt spürbar.

Holzindustrie Schweiz setzt auf professionelle Holzvermarktung

Deshalb will Holzindustrie Schweiz die professionelle Vermarktung von Schweizer Holz kontinuierlich und langfristig verfolgen. Vergleichbar mit der Landwirtschaft verfügt die Wald- und Holzwirtschaft seit 2017 mit dem Artikel 34 des Waldgesetzes über eine gesetzliche Grundlage, mit der sich der Bund zur Förderung des Absatzes und der Verwertung von nachhaltig produziertem Holz verpflichtet. Diese und der Schwung, der aus der Kampagne #WOODVETIA des Bundes und der Wald- und Holzbranche letztes Jahr entstanden ist, sollen nun zum Aufbau einer professionellen Vermarktung von Schweizer Holz genutzt werden.

Nach den Grußworten von Christoph Brutschin, Regierungsrat des Kantons Basel-Stadt, ging Mirjam Hofstetter, Co-Leiterin Kommunikation des Schweizer Bauernverbands SBV, in ihrem Referat im Rahmen des Kongresses denn auch auf das dreistufige Marketingmodell ein, das der SBV seit rund 20 Jahren verfolgt. Es besteht in der ersten Stufe aus der produkteneutralen Basiskommunikation mit Projekten unter der Edelweiss-Kampagne des SBV. Die zweite Stufe umfasst einerseits das Marketing der einzelnen Produzenten oder Branchen. Diese sind andererseits in der Dachorganisation Agro-Marketing Suisse zusammengeschlossen, die die Garantiemarke Suisse Garantie bewirbt, Lehrmittel für Schulen erarbeitet sowie Dienstleistungen in den Bereichen Media und Marktforschung erbringt. Die dritte Stufe schließlich besteht aus der Werbung der Verarbeiter und des Detailhandels. Das System habe sich für die Landwirtschaft im Grundsatz bewährt, so Hofstetter.

Innere Werte betonen

Die Landwirtschaft hat im Rahmen dieser Vermarktungsaktivitäten erkannt, dass sie in Preisdebatten einen schweren Stand hat und daher in der Kommunikation die, laut Hofstetter, „inneren Werte“ hervorheben muss. Dazu zählen zum Beispiel kurze Transportwege oder strenge ökologisch Standards. Das gilt auch für Unternehmen im Business-to-Business-Marketing, zu denen die Betriebe der Holzindustrie hauptsächlich zählen. Ein Unternehmen müsse ein unverwechselbares Merkmal, das Differenzierung und Einzigartigkeit schafft, herausarbeiten. So lautete eine der sechs Empfehlungen für einen zeitgemässen und erfolgreichen Marktauftritt, die Thomas Biedermann, Geschäftsführer der Zürcher Werbeagentur Garbini, Biedermann, den Anwesenden mitgab. Zusammen mit dem Referat von Stefan Breit, Zukunftsforscher am Gottlieb Duttweiler Institut, der Wald und Holz im Spannungsfeld von Tradition und High-Tech beleuchtete, ergab der Kongress genügend Stoff für angeregte Diskussionen im Anschluss.

Holzindustrie Schweiz

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