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Holzindustrie in Kanada

Kanadas Holzindustrie profitiert von der anhaltenden Erholung der Hausbaus in den USA und einem schwächeren kanadischen Dollar, so die Analyse des „Conference Board of Canada“. Die anhaltende Erholung des US-Immobilienmarktes unterstütze die Nachfrage nach kanadischen Holzprodukten, was zu einem Anstieg der diesjährigen Ausfuhrmengen um 8,7 % führe, so Michael Burt, Director Industrial Economic Trends.
Aufgrund der steigenden Produktion und höherer Preise werden die Umsätze der Industrie bis zum Jahr 2016 fast 29 Mrd. Dollar erreichen. Gleichzeitig dürften die Kosten infolge der Produktionssteigerungen und wegen steigender Materialkosten im Jahr 2015 voraussichtlich um 8,7 % steigen. Sollten sich die Prognosen zu den Kostensteigerungen und zum Umsatzwachstum bewahrheiten, sinkt der Gewinn vor Steuern im Holz verarbeitenden Gewerbe voraussichtlich um 0,2 % auf 1,4 Mrd. Dollar.
Auf mittlere Sicht ist der Ausblick allerdings aufgrund verschiedener Risikofaktoren getrübt. Während von einer weiter steigenden Produktion ausgegangen wird, könnte Rohstoffmangel infolge des Käferbefalls die inländische Produktion begrenzen. Dies könnte dazu führen, dass einige Holz verarbeitende Unternehmen im innen British Columbia schließen müssen. Hinzu kommt, dass das aktuelle Nadelschnittholz-Handelsabkommen zwischen Kanada und den USA im Oktober 2015 abläuft, was wahrscheinlich den Zugang kanadischer Nadelschnittholzproduzenten zum US-Markt negativ beeinflusst.
HMI/Quelle: The Conference Board of Canada

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