Schweiz, Holzhandelsverordndung, Bafu, Achim Schafer
Achim Schafer vom Schweizer Bundesamt für Umwelt erklärt im Video die neuen Regelungen der Anfang Januar in Kraft getretenen Holzhandelsvordnung
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Holzhandelsregulierung in der Schweiz in Kraft getreten

12. Januar 2022

Seit dem 1. Januar 2022 ist es in der Schweiz verboten, illegal geschlagenes Holz und die daraus gefertigten Produkte in Verkehr zu bringen. Gleichzeitig mit dem revidierten Umweltschutzgesetz (USG) tritt die neue Holzhandelsverordnung (HHV) in Kraft. Sie verlangt von allen Marktakteuren ihre Pflicht zur Sorgfalt einzuhalten und die Risiken für illegales Holz zu minimieren.

Illegaler Holzeinschlag stellt ein weltweites Problem mit negativen ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen dar. Zu dessen Bekämpfung haben viele Regierungen Regelungen für die Inverkehrbringung von Holz und Holzprodukten erlassen. In den USA verbietet der Lacey Act illegales Holz, in Australien der illegal logging prohibition bill und in der EU die European Timber Regulation (EUTR). Alle Regelungen verlangen, dass Produkte mit der notwendigen Sorgfalt geprüft werden, bevor sie auf den Markt kommen.

Bekämpfung des illegalen Holzeinschlags und Holzhandels

Der Schweizer Bundesrat hat das revidierte Umweltschutzgesetz (USG) zum Verbot des Handels von illegal geschlagenem Holz und den daraus gefertigten Produkten auf den 1. Januar 2022 in Kraft gesetzt. Das revidierte Gesetz wurde 2019 vom Parlament angenommen und bildet die gesetzliche Grundlage für die neue Holzhandelsverordnung (HHV), die gleichzeitig in Kraft tritt.

Gleichwertige Regelung zur EUTR

Mit der HHV hat die Schweiz eine gleichwertige Regelung zu derjenigen in der Europäischen Union (EU; EUTR 995/2010) etabliert. Ziel sei es zum einen, dass in der Schweiz kein Holz und keine Holzerzeugnisse in Verkehr gebracht werden, die illegal geschlagen oder gehandelt wurden, erklärt das Schweizer Bundesamt für Umwelt (BAFU). Durch die Bekämpfung des illegalen Holzschlags und -handels werde die Entwaldung, aber auch der Verlust der Biodiversität eingedämmt.

Zum anderen sollen Handelshemmnisse zwischen der Schweiz und der EU abgebaut werden.

Quelle: BAFU