Holzverkauf und Holzpreise

Holzhandel steigert Umsatz im 1. Quartal 2022 um knapp 25 %

Bearbeitet von Marc Kubatta-Große

Die Umsätze im deutschen Holzhandel haben sich nach den Ergebnissen des monatlichen GD Holz Betriebsvergleiches auch im 1. Quartal 2022 sehr gut entwickelt. Im Schnitt sind die Umsätze um 25 % gegenüber dem Vorquartal gestiegen.

Allerdings gibt die große Mehrheit der teilnehmenden Betriebe an, dass diese hohen Zuwächse weit überwiegend preisbedingt sind. So liegt der Mengenumsatz wohl in etwa auf Vorjahresniveau oder leicht darüber.

Die deutlichen Umsatzzuwächse ziehen sich durch alle wesentlichen Sortimente, in der Spitze Plattenwerkstoffe mit einem Plus von 32 %, gefolgt von Schnittholzsortimenten mit +23 %, aber auch Fußböden sind mit +21 % sehr stark angestiegen. Im Vergleich der Vertriebsschienen haben sich die Umsätze im Großhandel besser entwickelt als im Holzeinzelhandel.

Großhandel optimistischer als Einzelhandel

Die Erwartung der Teilnehmer am Betriebsvergleich zeigt für die kommenden drei Monate ein durchwachsendes Bild, im Großhandel erwarten etwa 80 % steigende oder gleichbleibende Umsätze, im Einzelhandel sind dies nur 50 %. Hier erwartet die Hälfte der Teilnehmer rückläufige Umsätze.

Das lässt sich so interpretieren, dass das Geschäft mit Handwerkern und Baufirmen weiterhin stabil bleibt oder sogar wächst, dasjenige mit privaten Endverbrauchern aber offenbar rückläufig ist.

Die Nachfrage wird insgesamt als weiterhin stabil und gut bezeichnet, allerdings gibt es auch einige Stimmen, die eine zunehmende Zurückhaltung am Markt beobachten. Nach Einschätzung von Marktteilnehmern liegt dies überwiegend an den im Jahresvergleich sehr stark angestiegenen Preisen. Ware dagegen ist grundsätzlich genügend verfügbar, auch wenn es in einigen Bereichen Wartezeiten gibt.

Stabile Holzbaukonjunktur erwartet – bis auf weiteres …

Der GD Holz erwartet im Jahresverlauf auch weiterhin eine stabile Holzbaukonjunktur und gute Absatz- und Geschäftsmöglichkeiten für den Holzhandel. Dies unter der Voraussetzung, dass sich die konjunkturellen Rahmenbedingungen der Volkswirtschaft in Deutschland und Europa auf einem stabilen Niveau bewegen.

Sollte es also nicht zu größeren Marktverwerfungen kommen und auch die Borkenkäfer wie erwartet in deutlich geringerem Maß als in den Vorjahren auftreten, haben Waldbesitzer allen Grund, weiterhin mit stabil hohen oder sogar weiter steigenden Rundholzpreisen zu kalkulieren.

Quelle: GD Holz/Red.