Holzverkauf und Holzpreise

Holzhandel erzielt 10 % mehr Umsatz

Bearbeitet von Marc Kubatta-Große

Das 1. Halbjahr 2022 ist für den deutschen Holzhandel mit einem erheblichen Umsatzzuwachs von annähernd 10 % (9,63 %) sehr gut gelaufen. Das meldet der Gesamtverband Deutscher Holzhandel e.V. (GD Holz). Allerdings spielen Preiswirkungen bei diesem Umsatzanstieg eine maßgebliche Rolle.

Nach internen Umfragen geben 9 von 10 Händlern an, dass der Umsatzanstieg auf die erforderlich gewordenen Preisanpassungen zurückzuführen ist, nur 10 % führen dies auf die Veränderung der Absatzmenge zurück. Der Umsatz mit Holzwerkstoffen, Fußböden und Bauelementen ist im ersten Halbjahr zweistellig gewachsen, rückläufig sind Hobelwaren und Holz im Garten.

Nur steigende Preise, kein steigender Absatz

Im Juni 2022 ist der Umsatz im Vergleich zum Vorjahresmonat um gut 7 % gefallen. Stark rückläufig sind Hobelwaren, Ausbauprodukte, Holz im Garten, Schnittholzsortimente. Auch hier werden Preiswirkungen eine wichtige Rolle spielen.

Für das Herbstgeschäft erwarten die meisten Händler einen Umsatz auf etwa gleichem Niveau oder Umsatzrückgänge. Umsatzrückgänge werden insbesondere im Holzeinzelhandel erwartet.

2. Halbjahr wird schwieriger

Das zweite Halbjahr dürfte nach Aussage vieler Händler schwieriger werden. Zwar sind die Auftragsbücher noch gefüllt, bestehende Aufträge und Objekte werden abgewickelt. Auf Grund der Tendenz, dass derzeit viele Bauprojekte zurückgezogen werden, erwartet auch der Holzhandel in den kommenden Monaten ein etwas unsicheres Geschäft.

Die Zahlen basieren auf dem monatlichen GD Holz Betriebsvergleich, an dem sich im Schnitt 50 Betriebe aller Umsatzgrößenklassen beteiligen. Der Umsatz der Teilnehmer wird zu fast 90 % im Großhandel generiert, zu 8 % im Einzelhandel und zu 5 % im Online-Geschäft.

Quelle: GD Holz