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Christine Nkulikiyinka

Holzfachschule Bad Wildungen wird Partner für Holzbranche in Ruanda

Der Minister für berufliche Bildung der Republik Ruanda, Albert Nsengiyumva, ist beeindruckt von der Leistungsfähigkeit der Holzfachschule Bad Wildungen. Das sagte er bei seinem Besuch der Einrichtung am 17.5.2013 in Bad Wildungen.
Minister und Schulleitung vereinbarten, beim Ausbau der Berufsbildung für die ruandische Holzbranche zusammen zu arbeiten. Die Holzfachschule soll den Staat beraten.
Der Besuch in Bad Wildungen war die letzte Station einer Deutschlandreise Nsengiyumvas, bei der er mit Vertretern von Handwerkskammern, Industrie- und Handelskammer sowie Entwicklungshilfeeinrichtungen zusammen getroffen war. Das Ziel war, einen Überblick über das System der dualen Ausbildung in Deutschland zu bekommen und Partner für den weiteren Ausbau der Berufsbildung des afrikanischen Staates zu finden, wie der Minister erklärte. Nsengiyumva und die Leitung der Holzfachschule kamen überein, dass die Einrichtung für den Holzsektor einer dieser Partner werden soll.
 
Inhalte und Start der Zusammenarbeit

Geplant ist, dass Experten der Holzfachschule die Ausbildungsgänge zum Holzbearbeiter oder -verarbeiter in Ruanda bewerten. Zudem sollen sie Empfehlungen für den Aufbau eines Ausbildungszentrums geben, das der neu gegründete Verband der Holzbranche in der Hauptstadt Kigali aufbaut. Im Zuge einer weiteren Kooperation könnten Fachleute aus Bad Wildungen die Ausbildung ruandischer Berufsschullehrer ergänzen.

Start der Erstberatung soll nach Wunsch des Bildungsministers noch im Sommer 2013 sein. Die Bürger erwarten von uns, dass wir ihre Situation schnell verbessern, sagte Nsengiyumva. Mehr als 40 % der Bevölkerung Ruandas sei unter 14 Jahren alt, ein Großteil der Jugendlichen ohne Aussicht auf geregelte Arbeit. Andererseits wachse die Wirtschaft mit derzeit acht Prozent jährlich. Es sei deshalb eine drängende Herausforderung, die Berufsbildung in Ruanda nach vorn zu bringen, sagte der Minister.

Hermann Hubing, Geschäftsführer und Schulleiter der Holzfachschule, begrüßte das Interesse des Ministers an der Einrichtung. „Wir fühlen uns geehrt und freuen uns, der Republik Ruanda als kompetenter Partner bei dieser Herausforderung zur Seite zu stehen.“
 
Führung durch die Werkstätten der Holzfachschule

Bei einer Führung durch die Werkstätten der Holzfachschule zeigten sich sowohl Nsengiyumva als auch Botschafterin Nkulikiyinka beeindruckt. Neben Maschinen und Verfahren zur Holzbearbeitung stießen vor allem die Themen Arbeitssicherheit und Produktgestaltung auf das Interesse der Staatsvertreter. Wie lernen Auszubildende, ihre Produkte zu entwerfen und zu gestalten? Welche Maßnahmen gibt es, die Sicherheit am Arbeitsplatz zu erhöhen? Eine Stippvisite in einem Kursus mit Auszubildenden machte anschaulich, mit welchen Methoden und Hilfsmitteln sich die jungen Leute diese Themen aneignen.

Holzfachschule Bad Wildungen
Bildungsminister Albert Nsengiyumva (Mitte) und die Botschafterin Ruandas in Deutschland Christine Nkulikiyinka

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