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Holzenergie in Österreich

In der EU kommen derzeit mehr als 60 % und in Österreich mehr als 50 % der erneuerbaren Energie aus Holz. Auf diese Faktenlage weist der Präsident der Landwirtschaftskammer Österreich, Gerhard Wlodkowski, hin. Laut Statistik Austria nutzen etwa 1,4 Mio. Haushalte bzw. ca. 3,7 Mio. Personen in Österreich Holz als Wärmequelle. Damit verwenden 45 % der Österreicher in ihren Häusern und Wohnungen Holz als Energieträger.

Aber auch die Holz verarbeitende Industrie hat in den vergangenen Jahren kräftig in Holzfeuerungsanlagen investiert. So stehen die größten Kessel zur Holzverfeuerung mit sehr hohen Effizienzgraden unter anderem an den Standorten der österreichischen Plattenindustrie in Unterradlberg (NÖ), Neudörfl (Bgld) oder St. Veit an der Glan (Ktn). Praktisch an allen relevanten Standorten der Sägeindustrie sind in Österreich effizienzoptimierte Biomasse-KWK-Anlagen errichtet worden, und die Papierindustrie war überhaupt europaweit die Vorreiterin bei der Verbrennungstechnologie für große Biomasse-KWK-Anlagen, so Wlodkowski.

„In Österreich bemühen wir uns gemeinsam – die Forstwirtschaft, die Holzindustrie und die Papierindustrie – um die bestmögliche Nutzung unserer wertvollen Holzressourcen. Ein erfolgreicher Weg, den wir unseren Kollegen in Deutschland und den Akteuren auf europäischer Ebene nur empfehlen können. Holz hat sowohl in der stofflichen als auch in der energetischen Verwertung seine besonderen Vorteile und seine Berechtigung. Es kann nicht darum gehen, mit einem skurrilen Monopolanspruch Holz zu niedrigsten Preisen nur für die Plattenindustrie zu beanspruchen und deswegen Holz als Energieträger schlecht zu machen, sondern es geht darum, weiter gemeinsam mit allen Branchen an optimalen Nutzungskonzepten für unsere nachhaltig verfügbaren Holzressourcen zu arbeiten“, stellt Wlodkowski fest.
LK Österreich

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