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Holzbau-Offensive BaWü ist keine Wettbewerbsverzerrung!

Kommentar des Deutschen Holzwirtschaftsrates zur Pressemitteilung der Deutschen Gesellschaft für Mauerwerks- und Wohnungsbau e.V. (DGfM) „Holzbau-Offensive in BaWü wird rechtlich nicht überleben“ vom 23.4.2019 sowie zum Video-Statement des von der DGfM beauftragten Rechtsgutachters Jörg Schmidt-Wottrich.

Der Deutsche Holzwirtschaftsrat e.V. (DHWR) sieht keine Wettbewerbsverzerrung durch die Holzbauoffensive Baden-Württembergs und weist die nicht nachvollziehbaren und teilweise mit falschen Zahlen unterlegten Vorwürfe der Deutschen Gesellschaft für Mauerwerks- und Wohnungsbau e.V. (DGfM) zurück. Die Behauptungen der DGfM zur Förderung in Baden-Württemberg zur Holzbauweise und Rohstoffsituation wurden einem Faktencheck unterzogen.

„Wir würden uns mit der DGfM lieber über Aktivitäten zur gemeinsamen Entwicklung des Wohnungsbaus austauschen, als in regelmäßigen Abständen nicht haltbare Aussagen zur Förderung des Holzbaus kommentieren zu müssen“, erklärt Steffen Rathke, Präsident des Deutschen Holzwirtschaftsrats als Reaktion auf die wiederholte Kampagne der DGfM. In einem Punkt habe die DGfM jedoch recht: Es gebe den 100-prozentigen Holzbau eigentlich nicht. Es gibt aber auch kein Haus aus 100 Prozent Ziegel- oder Mauerwerk. „Die Schwerpunkte unserer gemeinsamen Aktivitäten in der Bauwirtschaft sollten dazu beitragen, Antworten auf die drängendsten politischen und gesellschaftlichen Fragen unserer Zeit zu geben: Wie können wir schnell mehr bezahlbaren Wohnraum schaffen und gleichzeitig möglichst nachhaltig und klimaeffizient bauen?“, ergänzt Peter Aicher, Präsident von Holzbau Deutschland, die Position der Deutschen Holzwirtschaft.

Die Holzbauweise stellt sich beim energieeffizienten Bauen sehr erfolgreich dem freien Wettbewerb und gibt entsprechende Antworten. Im mehrgeschossigen Wohnungsbau ist die Holzbauweise derzeit jedoch deutschlandweit unterrepräsentiert und schöpft ihr Potenzial nicht aus. Daher seien die politischen Maßnahmen, die sich im Kern auf die Förderung von Forschung und Lehre, Vernetzung kleinteiliger Strukturen, Innovationen sowie der Förderung des mehrgeschossigen Wohnungsbaus erstrecken, gesellschaftspolitisch gerechtfertigt.

Detaillierte Kommentierungen zu den Vorwürfen der der Deutschen Gesellschaft für Mauerwerks- und Wohnungsbau e.V. im Faktencheck:

Faktencheck zum DGfM-Vorwurf

Der Deutsche Holzwirtschaftsrat (DHWR) vertritt über seine Mitgliedsverbände 70.000 überwiegend mittelständische Betriebe, die mit 650.000 Beschäftigten einen jährlichen Umsatz von 120 Mrd. € generieren. Die Dachorganisation der deutschen Holzwirtschaft deckt damit die gesamte Wertschöpfungskette des Rohstoffes Holz ab.

Informationen zur Holzbau-Offensive beim Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg

Zum Thema: forstpraxis.de-Meldung

DHWR

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