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Die Teilnehmer an der 2. Veranstaltung des Holzbau Netzwerks Berlin informierten sich und diskutierten über die Chancen der hölzernen Dachaufstockung in der Hauptstadt.

Chancen der hölzernen Dachaufstockung in Berlin

Über 100 Teilnehmer aus Politik, Wohnungsbauindustrie, Planung sowie Eigentümer und Vertreter öffentlicher Institutionen und Investoren aus dem Bereich des nachhaltigen Bauens trafen sich am 26. September im Rahmen der Holzbau Netzwerk Berlin-Veranstaltung „Dachaufstockung für EntscheiderInnen“.

Während im Bauministerium neue Richtlinien für den Holzbau auf den Weg gebracht werden, betreffen steigende Mieten und knapper Wohnraum die Mehrheit der urbanen Bevölkerung. Die systematische und nachhaltige Nachverdichtung mit Dachaufstockungen in Holzbauweise führt beide Themenfelder produktiv zusammen.

Die Teilnehmer an der 2. Veranstaltung des Holzbau Netzwerks Berlin informierten sich und diskutierten über die Chancen der hölzernen Dachaufstockung in der Hauptstadt. „Ziel ist es, auf Berlin nochmals eine Großstadt aufzustocken“, brachte es Andreas Lerge, Projektentwickler und Holzbauberater, auf den Punkt. Die zweite Veranstaltung des Holzbau Netzwerks Berlin startete mit einer eindrucksvollen Baustellenführung der Dachaufstockung k145 für das Deutsche Chorzentrum in der Karl-Marx-Straße vom Architekturbüro Kaden+Lager.

Den ersten Impulsvortrag des Abends hielt Max Rudolph, Mitbegründer und Partner von Form Follows You. Der Architekt referierte über die Potenziale digitaler Planungs- und Beteiligungsprozesse in Verbindung mit vertikaler Wohnraumerweiterung und betonte: „Digitalisierung kann die Prozesse in der Nachverdichtung immens verbessern.“

Anschließend berichtete der Architekt und Geschäftsführer von eZeit Ingenieure GmbH, Taco Holthuizen in seinem Impulsvortrag „Sozialverträgliche Dachaufstockung in Holzbauweise“ über die sehr erfolgreiche Dachaufstockung einer ganzen Siedlung und die Tücken, die staatliche Förderprogramme zur Energieeinsparung mit sich bringen können. Für Holthuizen muss „die graue Energie endlich ins Gebäudeenergiegesetz“.

Nach der vielfältigen und interessanten Vortragsreihe ging es nahtlos in den Networkingteil im Wohnzimmerambiente des Prachtwerks Neukölln über. In entspannter Atmosphäre fand ein reger und intensiver Austausch zwischen Gästen und Vortragenden statt.

Netzwerkteam

Das Holzbau Netzwerk Berlin wird von Andreas Lerge, Geschäftsführer von Wood Real Estate, Christina Reimann (Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband) und Tobias Müller-Nischwitz (WUB-WohnenUeberBerlin) organisiert, um Kooperationen unter den Akteuren im Handwerk, Baugewerbe, in der Planung, öffentlichen Institutionen und Investoren im Bereich des nachhaltigen Bauens mit Holz auszuweiten und zu fördern.

Der Landesbeirat Holz Berlin-Brandenburg e.V. stellt dem Netzwerkteam als Veranstalter die Managementstruktur zur Verfügung. Weitere Projektpartner sind Renggli Deutschland GmbH, Binderholz Group, Velux Deutschland GmbH, Wood Real Estate GmbH, WUB – WohnenUeberBerlin, der Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband (DeSH), Naturstorm AG, Leidorf CNC Technologie, Swiss Krono GmbH und Rehau AG.

Mehr Informationen zum Holzbau Netzwerk Berlin im Internet: www.holzbaunetzwerkberlin.com

Holzbau Netzwerk Berlin

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