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Freitragende Unterzüge aus BauBuche ermöglichen Spannweiten bis zu 9 m. Foto: Thomas Mayer

Holzbau-Modulsystem für den Schulneubau

Lichtdurchflutet und leicht sollte er sein, der Erweiterungsbau der Europäischen Schule in Frankfurt am Main. Nach dieser Grundidee entwarf das Frankfurter Architekturbüro NKBAK einen dreigeschossigen Neubau in Holzmodulbauweise.
Die großzügigen Klassenzimmer wurden mit kompakt dimensionierten freitragenden Unterzügen aus BauBuche realisiert.
Offiziell ist der Bau als „temporäre Erweiterung“ des bestehenden Schulareals gedacht. Weil die beliebte Schule im Nordwesten Frankfurts dringend neue Flächen benötigte, stand für Planung und Realisierung nur wenig Zeit zur Verfügung. Der Neubau für 550 Kinder wurde daher in Modulbauweise und größtenteils als Holzbau ausgeführt. Nach einer kurzen Bauzeit von drei Monaten konnten die neuen Räume im Frühjahr 2015 übergeben werden.
Leichtigkeit und Offenheit trotz Modulbauweise
Hinter dem Entwurf „steht die Idee eines lichten und leichten Schulgebäudes, das die innere Nutzung nicht verbirgt sondern Offenheit ausstrahlt“ schreiben die Architekten Nicole Kerstin Berganski und Andreas Krawczyk über den von ihnen geplanten Bau. Das scheint gelungen. Auch durch sein edles Äußeres überzeugt das Gebäude.
Der Grundriss arbeitet geschickt mit den begrenzten Möglichkeiten, die der Modulbau naturgemäß mit sich bringt. Die drei Gebäuderiegel haben die Planer zueinander versetzt bzw. im 90°-Winkel angeordnet. So werden lange Flure vermieden, gleichzeitig entstehen differenzierte Innen- und Außenräume. Die vertikale Erschließung im Gebäude erfolgt über drei Treppenhäuser. Im Haupttreppenhaus ist ein Aufzug integriert, was zur Barrierefreiheit beiträgt.
Der Neubau umfasst zehn Klassenräume (plus Nebenräume) für die Vorschule sowie sieben Klassenräume für die Primarschule. Dazu stehen Bereiche für Lehrer und Erzieher sowie Arbeits- und Mehrzweckräume zur Verfügung. Im Erdgeschoss befinden sich ein „Bewegungsraum“ und eine Aufwärmküche mit angeschlossenem Speisesaal.
Freitragende Unterzüge aus Furnierschichtholz
Auf Grundlage des Architekten-Entwurfs von NKBAK entwickelten die Ingenieure der Firma Kaufmann Bausysteme in Vorarlberg (Österreich) das passende Holzbau-Modulsystem für den Schulneubau. Eine Herausforderung stellte die Realisierung der Klassenzimmer dar: Bis zu 9 m betragen die Spannweiten der lichtdurchfluteten, fast quadratischen Räume.
Bei der Planung der Holzbau-Module spielt der Transport eine wichtige Rolle: Da die vorgefertigten Bauteile per LKW auf die Baustelle transportiert werden, entspricht die Breite eines Moduls in etwa der Breite der LKW-Ladefläche. Auf der Baustelle wurden die Module schließlich mit Hilfe eines Autokrans montiert: Aus drei Modulen wurde so beispielsweise jeweils ein Klassenzimmer zusammengebaut. Die beiden äußeren Module bestehen dabei aus jeweils einer Brettsperrholz-Wand und einem freispannenden Unterzug. Über dem mittleren Modul spannen sich über bis zu 9 m lediglich zwei freitragende Unterzüge, die die Deckenlasten aufnehmen.
Um dieses Tragwerk zu realisieren, wurden Holzträger aus BauBuche eingesetzt. Aufgrund ihrer hohen Festigkeit sind die Träger aus dem industriell hergestellten Furnierschichtholz speziell für schlanke Konstruktionen mit großen Spannweiten bestens geeignet. Mit BauBuche können Bauteile – im Vergleich zu Nadelholz – bei gleicher Belastung deutlich schlanker ausgeführt werden. Durch den Einsatz der Unterzüge aus BauBuche war es möglich, die erforderliche Breite der Klassenzimmer zu erzielen und gleichzeitig die Höhe der Deckenkonstruktion gering zu halten.
Pollmeier
Der neue Tigercat 610 E in Aktion. Leider belegte er alm Ende wegen Seilriss nur den letzten Platz Foto: Romain Rivieri Andreas Krawczyk 2015 Foto: Thomas Mayer Eine Herausforderung auch für den rasenden Reporter Foto: Romain Rivieri Das Siegerpodium: Auf Platz 1 Hilaire Chauvin mit seinem Timberjack 460. Dahinter folgten punktgleich Eric Martini und Alexis Deshayes mit ihren HSM 904 Z Foto: Romain Rivieri Freitragende Unterzüge aus BauBuche ermöglichen Spannweiten bis zu 9 m. Foto: Thomas Mayer Erweiterungsbau der Europaeischen Schule Frankfurt

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