Holzverkauf und Holzpreise

Holzbau in Rheinland-Pfalz wird gestärkt

Rheinland-Pfalz stellt eine Strategie für den gesteigerten Einsatz von nachhaltigen Baustoffen auf. Mit dem Startschuss für den Beteiligungsprozess für das „Klimabündnis Bauen“ soll die praxisnahe Ausgestaltung des Maßnahmenkonzeptes beginnen. Holz spielt dabei eine zentrale Rolle.

In einem digitalen Auftakt starteten Umweltministerin Ulrike Höfken zusammen mit Bauministerin Doris Ahnen am 10. Dezember den Beteiligungsprozess für das „Klimabündnis Bauen“. „Ich freue mich, dass sich das Ministerium der Finanzen und das Umweltministerium durch das zu schließende Bündnis gemeinsam stark machen für den gesteigerten Einsatz recyclingfähiger und klimafreundlicher Baustoffe in Rheinland-Pfalz als bedeutenden Beitrag zum Klimaschutz“, so Höfken. Bauministerin Doris Ahnen ergänzte: „Wir möchten als Landesregierung mit nachhaltigen und klimaangepassten Bauprojekten und Bestandsgebäuden eine Vorbildfunktion einnehmen – sowohl für andere öffentliche als auch für private Bauherren.“

Die zwei Schwerpunkte „Bauen“ und „Wissenstransfer“ bilden die beiden Säulen des Bündnisses, die dann in weitere Handlungsbereiche und Maßnahmen untergliedert werden. Diese sind u.a. angelehnt an die bereits bestehenden Maßnahmen des Ministerratsbeschlusses „Klimaschutz in Landesliegenschaften“ vom 5. Mai 2020 sowie an die Maßnahmen aus dem Klimaschutzkonzept des Landes Rheinland-Pfalz, welches am 15. Dezember 2020 vom Ministerrat final verabschiedet werden soll. Die Ziele liegen klar auf der Hand: Die deutliche Steigerung der Quote von klimafreundlichen Rohstoffen bei Bauvorhaben des Landes, Verbesserung der Rahmenbedingungen des Holzbaus in Rheinland-Pfalz und Abbau der Hemmnisse gegenüber nachwachsenden und kreislaufeffizienten Baustoffen.

Holz als Baustoff der Zukunft

„Holz ist der Baustoff der Zukunft. Wer auf Holz setzt, spart CO2. So sind in einem Einfamilienhaus aus Holz 40 bis 80 Tonnen des klimaschädlichen Treibhausgases gebunden. Auch deshalb wollen wir den Holzbau und damit auch die regionale Holzwirtschaft weiter stärken“, sagte Höfken. Mit einer Quote von 22 Prozent – bei Wohngebäuden sogar mit 24 Prozent – genehmigter Gebäude, die überwiegend aus Holz gebaut werden, liege Rheinland-Pfalz bereits 2019 über dem Bundesdurchschnitt. Angesichts der Geschwindigkeit, mit der sich die Klimakrise verschärft, müsse dies laut Höfken jedoch dringend weiter vorangebracht werden.

„Für die Erreichung nationaler und internationaler Klimaschutzziele ist daher der verstärkte Einsatz von klimafreundlichen, nachwachsenden und kreislaufeffizienten Bauprodukten von großer Bedeutung. Vor diesem Hintergrund haben wir in dieser Woche im Ministerrat die Änderung der Landesbauordnung beschlossen, wodurch insbesondere die Einsatzmöglichkeiten für das Baumaterial Holz erweitert werden. Dadurch fördern wir allgemein landesweit die Verwendung des nachwachsenden Rohstoffs Holz“, erklärte Bauministerin Doris Ahnen.

MUEEF