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Holz verarbeitende Industrie generell gut versorgt

Holz verarbeitende Industrie generell gut versorgt

Am 20. März 2014 fand in Salzburg das traditionelle Holzmarktgespräch der Bodenseeländer statt. Vertreter der Waldbesitzer aus Deutschland, Frankreich, Österreich und der Schweiz analysierten die aktuelle Situation und mögliche Entwicklungen des Rundholzmarktes bis zum Spätsommer.Unterstützt durch die seit Herbst 2013 günstigen Holzerntebedingungen des in weiten Bereichen niederschlagsarmen Winters haben die Maßnahmen der Holzmobilisierung im Kleinprivatwald in vollem Umfang gegriffen. Dementsprechend ist aktuell viel Rundholz am Markt, teilweise wurden aber für einen späteren Zeitpunkt geplante Nutzungen vor allem in den anderen Besitzkategorien bereits vorgezogen. Die Versorgung der Sägewerke mit Nadelrundholz ist ausgesprochen gut, zum Teil bestehen auch größere Außenlager. Durch die deutlich erhöhte Schnittholzproduktion und dem – aufgrund des milden Winters – deutlich geringeren Energieholzverbrauch sind Sägenebenprodukte am Markt preislich unter Druck geraten. Die Standorte der Papier-, Zellstoff- und Plattenindustrie sind aber ebenfalls sehr gut mit Industrierundholz versorgt.Die Nachfrage bei Laubsägerundholz ist vor allem bei Eiche unvermindert groß, der positive Trend sollte sich auch fortsetzen. Die nun schon seit einiger Zeit sehr unbefriedigende Situation bei der Rotbuche konnte nur aufgrund der guten Nachfrage aus dem asiatischen Raum stabil gehalten werden. Der Holzeinschlag ist der Jahreszeit entsprechend abgeschlossen, in Regionen mit Winterniederschlägen und deshalb stark durchnässten Böden ist man aber wegen des fehlenden Frostes mit der Holzrückung im Rückstand. Die Waldbesitzer sind aber – unter Beachtung der bestmöglichen Schonung des Waldbodens – bemüht, die vertraglich zugesicherten Mengen bereit zu stellen. Die weitere Entwicklung der Holzernteaktivitäten insbesondere im Privatwald wird primär von der Kontinuität der Nachfrage und der Preisgestaltung durch die Holzabnehmer abhängig sein.In Bezug auf die Holzzertifizierung wird festgestellt, dass in der Schweiz der Kulminationspunkt überschritten wurde und Waldbesitzer, aber vor allem auch viele Forstunternehmer und Säger ihre Zertifikate wegen fehlender ökonomischer Vorteile nicht verlängern. In Deutschland ist der Zugewinn bei der FSC-Waldfläche rein politisch ideologisch motiviert. Erfreulich ist die Zunahme von Holz beim Mehrfamilienhaus-Neubau und bei Umbauten und Sanierungen.

PKO-Forst

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