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Holz-Modul-Bauten statt Container und Zelte für Flüchtlinge

Der Gemeindewaldbesitzerverband Nordrhein-Westfalen möchte die angespannte Situation in den Flüchtlingscamps durch die Unterbringung von Flüchtlingen in Holzhäusern entschärfen und bittet Umweltminister Johannes Remmel um Unterstützung seiner Initiative.

Dazu der Vorsitzende des Gemeindewaldbesitzerverbandes, Bürgermeister Bernhard Halbe (Schmallenberg) und Geschäftsführer Dr. Gerd Landsberg (Bonn): „Die Flüchtlingsunterbringung wird für die Landesregierung, die Kommunen und die Menschen vor Ort zu einer zentralen Herausforderung. Der Druck nimmt überall spürbar zu. Die Unterbringungsmöglichkeiten in den Erstaufnahmeeinrichtungen, aber auch im städtischen Bereich und dem Umland werden immer enger. Der Markt für Container und Zelte ist weitestgehend leergefegt. Die Bestellungen bei Anbietern von Container haben inzwischen viel zu lange Wartezeiten und der Winter steht vor der Tür. Es müssen massive Unterkünfte her. Hier könnten variable Holz-Modul-Bauten zur Lösung der Probleme beitragen.“
Anpassbare Unterkünfte aus Holz
Die Häuser in Holzbauweise sollten vom nordrhein-westfälischen Handwerk und möglichst mit heimischem Holz errichtet werden. Auf diesem Wege könnten auch schnell menschenwürdige und zudem preiswertere Erstaufnahmeeinrichtungen entstehen bzw. bestehende Einrichtungen vergrößert werden. Fachexperten gehen davon aus, dass die Planung und die Errichtung von flexiblen, an die jeweilige Situation in den Kommunen anpassbare Unterkünfte aus Holz nur etwa 4 Monate benötigen. Durch eine Typengenehmigung könne das Verfahren noch beschleunigt werden.
Schreiben an Minister Johannes Remmel 
Für die konkrete Umsetzung haben Halbe und Landsberg in einem Schreiben an Umwelt-minister Johannes Remmel angeregt, eine Arbeitsgruppe mit Vertretern der zuständigen Fachressorts, Handwerk, Architektenkammer, Cluster Wald & Holz, Industrie- und Handelskammer, kommunaler Spitzenverbände und Gemeindewaldbesitzerverband zu bilden. Sie soll über Mittel und Wege zur schnellen und unbürokratischen Umsetzung beraten.
Gemeindewaldbesitzerverband NRW

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