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Das Modell eines Kurzholz-Lkw im Windkanal. Foto: Skogforsk

Holz-Lkw im Windkanal

Das schwedische Forschungsinstitut Skogsforsk und die Universität Linköping wollen im Rahmen des Projektes ETTAero die aerodynamische Gestaltung von Holz-Lkw verbessern. Mit einem geringeren Luftwiderstand könnte der Dieselverbrauch um mindestens 7 – 8 % verringert werden. Das zeigen Windkanalstudien mit Lkw-Modellen. Um die Verwirbelungen zwischen Kabine und Holzaufbau und zwischen Lkw und Anhänger zu verringern, testeten die Forscher verschiedene windabweisende Abdeckungen. Kalkulationen zeigen, dass bei Investitionskosten von rund 21 000 € für einen größeren Kabinenspoiler und für Windschilder zwischen Lkw und Anhänger jährlich etwa 8 000 € Dieselkosten eingespart werden könnten. Die Abbdeckungen würden das Fahrzeuggewicht dabei um etwa 200 kg erhöhen. Nach den Tests im Windkanal sind praktische Versuche zusammen mit dem Lkw-Hersteller Scania, Holztransportaufbauern und Fuhrunternehmern geplant.Aerodynamische Bauweisen sind bei Autos, Flugzeugen Zügen und Schiffen seit Jahrzehnten Standard. In den USA sind auch Lkw oft mit Heckspoilern (ducktail) ausgestattet. In Europa fühlen sich die Lkw-Hersteller dagegen nur bis zur Kabine verantwortlich. Alles dahinter wird den Aufbauern überlassen.

Skogsforsk/Red.
Mit einer solchen Ausstattung kann der Kraftstoffverbrauch um etwa 7 ? 8 % gesenkt werden. Foto: Skogforsk Ohne Abdeckungen entstehen zwischen den Holzstößen Windverwirbelungen Das Modell eines Kurzholz-Lkw im Windkanal. Foto: Skogforsk

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