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Der schwarze, mit Bullaugen versehene Anhänger besitzt ein begehbares Innenleben, das hölzern und ausziehbar gestaltet ist.

Holz-Expo.NRW zeigt Klimaschutz durch Forstwirtschaft

Im Holzkompetenzzentrum Rheinland wurde am 19. März die neue Ausstellung „Mobile Holz-Expo.NRW“ präsentiert. Auf den ersten Blick ist es ein Anhänger. Aber wenn man ihn mit wenigen Handgriffen auseinanderzieht, entfaltet sich eine Wanderausstellung über moderne Holzverwendung.

Andreas Wiebe, Leiter Wald und Holz NRW: „Mit der Mobilen Holz-Expo.NRW informieren wir vor Ort über innovative Wege, wie wir unsere Zukunft noch mehr als bisher mit dem fantastischen und immer noch zu oft unterschätzten nachhaltigen Rohstoff Holz gestalten können“. Die neue Ausstellung des Landesbetriebes Wald und Holz Nordrhein-Westfalen „Mobile Holz-Expo.NRW“ wurde unter der Regie des Holzkompetenzzentrums Rheinland konzipiert. „Wir werben dafür, Holz und Holzprodukte im Sinne der Nachhaltigkeit, des Klimaschutzes und der Ressourceneinsparung zukünftig mehr als bisher zu nutzen“, so Projektleiterin Annette Köhne-Dolcinelli vom Holzkompetenzzentrum. Von Nettersheim aus soll das Exponat in ganz NRW auf unterschiedlichen Veranstaltungen eingesetzt werden. „Im Rahmen des Klimaabkommens von Paris übernehmen der Schutz der Wälder und eine nachhaltige Waldbewirtschaftung eine Schlüsselfunktion. Gleichzeitig werden Holz und Holzprodukte aus nachhaltiger Waldbewirtschaftung als zusätzlicher Kohlenstoffspeicher und Ersatz für fossile Rohstoffe anerkannt“, betonte Wiebe.

Bauen mit Holz ist Klimaschutz

Gerade der Bausektor ist einer der rohstoff- und energieintensivsten Wirtschaftsbereiche in Deutschland. In diesem Bereich spielt der Rohstoff Holz seine Vorteile voll aus. Denn der beim Waldwachstum aus der Atmosphäre aufgenommene Kohlenstoff wird im verbauten Holz dauerhaft gebunden. Für die Herstellung von Baustoffen aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz ist zudem in der Regel weniger fossile Energie notwendig als für Materialien auf Basis endlicher, mineralischer Rohstoffe. „Das Bauen mit Holz erfüllt somit in besonderem Maße die im Klimaschutzplan der Bundesregierung formulierten Anforderungen an ressourcenschonende Bauweisen.“, so Wiebe. Als Vertreter des Umweltministeriums NRW wies Dr. Rainer Joosten auf die Bedeutung der Holznutzung und Holzverwendung für die Gestaltung einer lebenswerten Zukunft hin. Er nannte konkrete Maßnahmen der Landesregierung zur Unterstützung der Forst- und Holzwirtschaft in den Bereichen Anpassung der Wälder an den Klimawandel, Start einer neuen Clusterinitiative NRW und Reduktion von Hemmnissen für den Holzbau. Joosten äußerte seine Erwartung, dass die überarbeitete Landesbauordnung noch holzfreundlicher sein werde als die Novellierung von 2016.

Mit Hermann Blumer, Zimmermann, Bauingenieur und Honorarprofessor an der FH Aachen, berichtete ein weltweit bekannter Visionär und Praktiker an Hand realisierter Bauwerke über seine Erfahrungen in der Überwindung von Grenzen. „Was Architekten zeichnen können, können wir mit Holz bauen. Die Montage der Holzstruktur der SR Bank in Stavanger in Norwegen hat soeben begonnen. Und das nachdem jahrelang bezweifelt wurde, dass dies mit Holz möglich ist.“

Ab dem 23. März wird die Ausstellung auf Rädern auf der Baumesse NRW in Dortmund erstmals einem großen Publikum gezeigt. Besucherinnen und Besucher können die Ausstellung selbständig erkunden oder sich mit Ihren Fragen an Beraterinnen und Berater wenden, die die Ausstellung betreuen werden.

Wald und Holz NRW

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