Holzenergie

Holz: Die erneuerbare Energie aus der Region

Bearbeitet von Marc Kubatta-Große

Wenn es ums Klima geht, dann gibt es ein gemeinsames Ziel: Die massive Senkung der Treibhausgase. Sowohl die Bundesregierung als auch die EU-Kommission haben daher Maßnahmen-Pakete geschnürt. Neben dem Verkehr, der Industrie und der Landwirtschaft sind auch die privaten Haushalte gefordert.

Darauf macht der HKI Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchentechnik e.V. aufmerksam, der auch die Hersteller moderner Feuerstätten vertritt. Während im Verkehrssektor die Elektromobilität im Vordergrund steht, gibt es im Wärmemarkt ebenfalls Alternativen. Neben grünem Strom kommt auch heimischem Holz eine große Bedeutung zu, da es fossile Energien bei der Wärmeerzeugung ersetzen kann. Hierfür sei es notwendig, dass der CO2-neutrale Ökobrennstoff Holz emissionsarm und nachhaltig eingesetzt wird, so der HKI

Effiziente Verbrennungstechnik

Moderne Kamin- und Kachelöfen sowie Pelletöfen verfügen über einem optimierten Feuerraum mit entsprechender Luftführung, sodass ein sauberer Abbrand gewährleistet ist. Gegenüber Altgeräten aus den 1990er Jahren erzeugen sie um bis zu 85 % geringe Emissionen. Hinzu kommen optionale Partikelabscheider, Katalysatoren und eine elektronische Steuerung der Verbrennungsluft, die die Abgase nochmals reduzieren. Ein weiterer Pluspunkt: Neue Öfen benötigen für die gleiche Wärmeleistung spürbar weniger Brennstoff.

Heizen mit Holz ist nachhaltig

Holz zählt neben Wind, Wasser und Sonne zu den erneuerbaren Energien und ist daher von der CO2-Abgabe befreit. Es überzeugt als Brennstoff mit einer – bis auf die maschinelle Ernte und den Transport – annähernd neutralen Ökobilanz. Denn bei der Verbrennung wird nur jene Menge Kohlenstoffdioxid freigesetzt, die der Baum während der Wachstumsphase aufgenommen hat und die beim natürlichen Zersetzungsprozess im Wald wieder entweichen würde. Das freigewordene Kohlendioxid wird wiederum von nachwachsenden Bäumen aufgenommen, sodass ein geschlossener Kreislauf entsteht.

Brennholz aus deutschen Wäldern ist Nebenprodukt

Gut zu wissen: Die Nutzung von Holz als Brennstoff geht nicht zu Lasten unserer Wälder, da dieses bei der regelmäßigen Waldpflege, der Durchforstung und bei der Beseitigung von Sturmschäden anfällt. Es ist für eine industrielle Verarbeitung zum Beispiel für die Herstellung von Bauholz oder Möbel nicht geeignet. Etwa ein Drittel des Rohholzes wird daher energetisch genutzt – rund 15 Millionen Tonnen.

Diese Menge hat die Energie von 5 Millionen Tonnen Heizöl, was ungefähr der Hälfte des heutigen Gesamtverbrauchs hierzulande entspricht. Die Verwendung von Brennholz ist somit nicht nur nachhaltig und ökologisch wertvoll – der regionale Verkauf ist für die heimische Forst- und Holzwirtschaft eine wichtige Einnahmequelle und hilft beim notwendigen Umbau von Monokulturen zu artenreichen Mischwäldern.

Weitere Informationen unter www.ratgeber-ofen.de.

Quelle: HKI