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Eröffneten die Woodbox auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin (1. Reihe v.l.): Philipp Freiherr zu Guttenberg

Holz als ideale Basis für Dekarbonisierung der Wirtschaft

Auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin hat der Präsident der AGDW – Die Waldeigentümer, Philipp Freiherr zu Guttenberg, am 15. Januar gemeinsam mit Vertretern der proHolz-Organisationen Deutschlands und Österreichs die Woodbox eröffnet. Diese Box ist eine begehbare Ausstellung, die über die ökologischen Vorteile der Waldbewirtschaftung und die Vielseitigkeit der Holzverwendung informiert.

„Die Grüne Woche als größte internationale Verbrauchermesse ist eine hervorragende Plattform, um dem Publikum die vielen Vorteile zu zeigen, die der intelligente Rohstoff Holz hat“, sagte der AGDW-Präsident. „In Deutschland könnte Holz gerade im Haus- und Industriebau stärker eingesetzt werden und Stoffe wie Beton und Stahl ersetzen.“ 
Die Woodbox hat vom 15. bis 24. Januar ihren Platz am Branchenstand „Multitalent Holz“ der Forst- und Holzwirtschaft (Halle 4.2, Stand 601).
„Holz punktet angesichts der drängenden Fragen des Klimaschutzes als ressourcenschonender und kohlenstoffspeichernder Baustoff“, sagte Rudolf Maximilian Rosenstatter, Obmann des Waldverbandes Österreich und Vorsitzender des österreichischen Kooperationsabkommens Forst – Holz – Papier. „Kein Baumaterial hat einen kleineren CO2-Footprint.“
Vor dem Hintergrund des Klimaabkommens im Dezember in Paris, mit dem die Staaten ihre Bemühungen für den Klimaschutz verstärken wollen, nimmt die nachhaltige Forstwirtschaft mit ihrem ökologischen Rohstoff Holz in den kommenden Jahrzehnten eine zentrale Rolle ein. „Holz ist die ideale Basis für den Klimaschutz, wir sollten diesen Rohstoff offensiver einsetzen und damit die Dekarbonisierung unserer Wirtschaft vorantreiben“, sagte zu Guttenberg. Deutschland verfüge über ausreichend heimisches Holz, da die Wälder dank der nachhaltigen Forstwirtschaft in einem guten Zustand sind.
Holz hat großes Potenzial für Haus- und Industriebau
Der AGDW-Präsident verwies darauf, dass die Holzbauquote bei den privaten Wohngebäuden in Deutschland bei gerade mal 15 % liege, in Österreich dagegen bei 39 % und in Schweden gar bei gut 55 %. Vorreiter unter den Bundesländern ist Baden-Württemberg mit einer Holzbauquote von rund 25 % bei den Wohngebäuden. Unter den Landeshauptstädten zeichne sich München mit einem CO2-Bonus aus, das den Holzbau fördert. Manche Bundesländer (u.a. Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz) fördern den Holzbau durch Wettbewerbe und Preisverleihungen.
Zu Guttenberg: „Holz ist modern und vielseitig einsetzbar. Mit einer Holzbau-Offensive könnte Deutschland seine Vorreiterrolle beim Klimaschutz ausbauen und seine Glaubwürdigkeit unterstreichen.“
Mit der Woodbox stellen die Branchenvertreter aus Forst und Holz heraus, was Holz ökologisch und architektonisch zu bieten hat. „Die technischen Errungenschaften der letzten Jahre erlauben völlig neue Bauweisen mit Holz und prädestinieren das nachwachsende Material für anspruchsvolle Bauaufgaben gerade im urbanen Bereich“, sagte Rosenstatter. Anhand von 50 realisierten Architekturprojekten visualisiert die Woodbox, welche Bauprojekte mit Holz – von Sanierungen bis zum Bau von Hochhäusern, Schulen und Pflegeheimen – möglich sind.
 
Die Woodbox ist ein Ergebnis der Ausstellung „Bauen mit Holz – Wege in die Zukunft“, der Professur Entwerfen und Holzbau sowie des Architekturmuseums der TU München. Seit 2014 tourt die Box durch europäische Hauptstädte, um Politik und Öffentlichkeit über die nachhaltige Waldbewirtschaftung und Holzverwendung zu informieren.
Sie wird vom 15. bis 24. Januar auf der Grünen Woche in Berlin am Branchenstand „Multitalent Holz“ ausgestellt.
Träger der Ausstellung sind die AGDW – Die Waldeigentümer und die proHolz-Organisationen Bayern, Baden-Württemberg und Österreich. Ab 17. Oktober 2016 wird die Ausstellung im Berliner Martin-Gropius-Bau zu sehen sein.
AGDW – Die Waldeigentümer
Eröffneten die Woodbox auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin (1. Reihe v.l.): Philipp Freiherr zu Guttenberg

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