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Hohe Waldbrandgefahr in Niedersachsen

Weiter steigende Temperaturen und trockene Südost-Winde erhöhen in Niedersachsen zum Wochenende die Waldbrandgefahr. Auch Heide- und Moorgebiete sind besonders gefährdet.
„Wir rufen alle Menschen, die sich im Wald aufhalten, dazu auf, jetzt besonders achtsam zu sein, um Waldbrände zu verhindern“, sagte Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer. „An den heißen Sommertagen sorgen schattige Waldgebiete für etwas Abkühlung“, so Meyer. Umso wichtiger sei es, Waldbränden vorzubeugen, da sie sich bei anhaltender Trockenheit schnell ausbreiten und große Waldflächen zerstören könnten.
Zur Brandverhütung ist es von März bis Oktober in Wäldern, Mooren und Heiden verboten, offene Feuer zu machen und zu rauchen. Die Gefahr durch achtlos aus dem Auto geworfene Zigarettenkippen wird häufig unterschätzt. Oftmals beginnen Waldbrände vom Straßenrand aus. Autofahrer müssen darauf achten, dass sie Fahrzeuge mit Katalysatoren nicht über trockenem Gras parken. Auch Kinder sollten über das erhöhte Brandrisiko aufgeklärt werden.
Höchste Waldbrandgefahr zurzeit in den Gebieten Soltau, Lüchow und Celle
Seit dem 2. Juli liegt der Waldbrandgefahrenindex (WBI) in den Gebieten Soltau, Lüchow und Celle bei der höchsten Stufe 5, diese wird am Wochenende in weiteren Regionen erwartet, vor allem im Osten des norddeutschen Tieflandes. Einzelne Gewitter können nach Aussage des Deutschen Wetterdienstes (DWD) die Lage kaum entspannen.
In den besonders risikoreichen Landkreisen Celle, Uelzen, Gifhorn, Lüneburg, Lüchow-Dannenberg und Heidekreis wurde ein automatisiertes kameragestütztes Waldbrandfrüherkennungssystem zur Brandvorsorge installiert. Sobald eine der 20 empfindlichen Fotosensoren eine Rauchentwicklung entdeckt, erfolgt eine Meldung an die Überwachungszentrale in Lüneburg. Die Kameras beobachten rund 400.000 ha Waldfläche in Niedersachsen.
Jeder Waldbesucher ist verpflichtet, Waldbrände zu verhüten und Entstehungsbrände umgehend zu bekämpfen. Die Waldbrandvorsorge liegt in Niedersachsen in den Händen der Waldbesitzer. Zusätzlich treffen örtliche Waldbrandbeauftragte in Abstimmung mit den Landkreisen und Gemeinden vorsorgliche Maßnahmen gegen Waldbrände.
 

Zum deutschlandweiten aktuellen Waldbrandgefahrenindex des DWD

 
Nds. Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

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