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Höhere Förderungen für energieeffizientes Bauen und Sanieren

Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages stellt mehr Mittel für energieeffizientes Bauen und Sanieren zur Verfügung. Das CO2-Gebäudesanierungsprogramm und das Marktanreizprogramm (MAP) für Erneuerbare Energien wurden für das Jahr 2020 mit zusätzlichen 2,2 Mrd. € aufgestockt.

Im kommenden Jahr werden beide Programme unter der „Bundesförderung für effiziente Gebäude“ (BEG) vereinigt. Der Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverbande e.V. (DeSH) begrüßt die finanzielle Ausweitung der Programme. Deren Aufstockung und Bewilligung durch den Deutschen Bundestag sei ein wichtiges Signal für den Klimaschutz und die Holzbranche, sagt DeSH-Geschäftsführerin Julia Möbus.

Höhere Förderungen

Bereits zu Jahresbeginn wurden höhere Fördersätze für ‚Energieeffizientes Bauen und Sanieren‘ innerhalb des CO2-Gebäudesanierungsprogramms sowie die Öl-Austauschprämie bei der Förderung ‚Heizen mit Erneuerbaren Energien‘ eingeführt. Bis zu 45 % einer Investition werden gefördert. Daran erkenne man den Willen, den Klimaschutzbeitrag von nachhaltigen Rohstoffen wie Holz endlich anzuerkennen, so Möbus weiter.

Investitionswelle in den Gebäudesektor

Die neuen Förderbedingungen zeigen in der Praxis bereits große Wirkung: Innerhalb weniger Monate seien die Investitionen in Energieeffizienz und die Nutzung von Erneuerbaren Energien im Gebäudesektor stark angestiegen, erläutert Möbus. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) rechnet in diesem Jahr mit rund 240.000 Anträgen für das Öl-Heizungsaustauschprogramm. Im vergangenen Jahr waren es nur 76.000. Auch beim ‚Energieeffizienten Bauen und Sanieren‘ gebe es eine Steigerung um ca. 40 % im Vergleich zum Vorjahr.

Klimaschutz und Wirtschaftskraft

Alleine im 1. Halbjahr 2020 bewilligte die KfW Kredite und Zuschüsse in Höhe von insgesamt 14,5 Mrd. €. Die KfW rechnet dabei mit ausgelösten Investitionen im Umfang von 38,5 Mrd. €. „Mit diesen Investitionen in Energieeffizienz und Erneuerbare Energien vereinen wir Klimaschutz und Wirtschaftskraft. Mitten in der Corona-Krise schaffen wir nachhaltige Investitionen Arbeitsplätze im Mittelstand, der Bauindustrie und im Handwerk. Auf diesem Weg sollten wir weiter vorangehen“, so Möbus abschließend.

DeSH/Red.

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