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Hochschule Rottenburg verleiht Stephan Meißner die Ehrenmedaille

Hochschule Rottenburg verleiht Stephan Meißner die Ehrenmedaille

Erst zum dritten Mal überhaupt hat die Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg (HFR) in diesen Tagen die höchste Auszeichnung verliehen, die sie zu vergeben hat: Stephan Meißner, Geschäftsführer des Papierzentrums in Gernsbach und 15 Jahre lang Vorsitzender des Hochschulrats der HFR wurde so für sein großes Engagement geehrt.
Durch eine Neuerung im Landes-Hochschulgesetz im Jahr 2001 wurden in Baden-Württemberg Aufsichtsräte für die Universitäten und Hochschulen eingeführt. Die HFR nutzte diese Neuerung, um Persönlichkeiten für diese Aufgabe zu gewinnen, die ihr wertvolle Hinweise zu den Entwicklungen ihrer Zielbranchen und Kompetenzfelder geben konnten.
Mit Stephan Meißner konnte ein profunder Kenner der für die Forstwirtschaft wichtigen Papier- und Zellstoffindustrie für diese Aufgabe gewonnen werden. Das war nicht selbstverständlich, weil die HFR zu diesem Zeitpunkt noch eine „reine Forsthochschule“ war und ihr Fortbestand seit Mitte der 1990er Jahre politisch wiederholt in Frage gestellt wurde. Ein Grund dafür waren die erheblichen Personalreduktionen in allen staatlichen Forstverwaltungen Deutschlands. Es galt also, im Dialog zwischen Hochschulrat, Ministerium und Rektorat, zukunftsfähige Strategien für den Fortbestand der Hochschule und vor allem für die Passgenauigkeit und Attraktivität ihrer Ausbildungsangebote für den potentiellen Arbeitsmarkt zu entwickeln. Das Ehrenamt eines Hochschulratsmitglieds war in Rottenburg also von Anfang an mit viel Arbeit verbunden – und das des Hochschulratsvorsitzenden noch viel mehr.
Gleich in seiner konstituierenden Sitzung wählte das Gremium Stephan Meißner zu seinem Vorsitzenden. In diesem Amt wurde er in den folgenden Jahren vier Mal bestätigt, bevor er nach 56 Sitzungen in 15 Jahren im Herbst 2015 aus diesem Amt und aus dem Hochschulrat ausschied. Der Grund war wiederum eine Novellierung des Landes-Hochschulgesetzes, die erstmals die maximale Amtszeit für Hochschulratsmitglieder begrenzte.
„Stephan Meißner war ein Glücksfall für die Hochschule“, betont Rektor Bastian Kaiser, „er hat uns durch sein großes Engagement, auf der Basis seines profunden Branchenwissens und mit viel Erfahrung durch schwierige Fahrwasser gelotst und dann zum Aufbruch zu neuen Ufern ermuntert. Er war aber auch immer der konsequentestes Hüter unserer forstlichen Tradition und derjenige, der auf ein klares Profil der Hochschule Wert legte. Wir verdanken im viel.“
Vom damaligen Wissenschaftsminister von Throtha erstmals in den Hochschulrat berufen, erlebte Stephan Meißner mit Prof. Peter Frankenberg und Theresia Bauer in seiner Amtszeit noch zwei weitere Amtsspitzen im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, mit Wolfgang Tzschupke und Bastian Kaiser zwei Rektoren, mit Ulrich Bort, Hans-Karl Schuler und Matthias Scheuber drei Prorektoren und mit Dieter Kienzle und Gerhard Weik zwei Kanzler der Hochschule und begleitete insgesamt 10 Wahlen von Rektoratsmitgliedern.
Der Senat der HFR beschloss einstimmig, Stephan Meißner für seine Verdienste die Ehrenmedaille zu verleihen. Diese wurde ihm in einem kleinen, gleichwohl festlichen Rahmen, im Beisein seiner Frau sowie seines Nachfolgers als Vorsitzender des Hochschulrates, Dr. Udo Hartmann von der Daimler AG, in Rottenburg übergeben.
Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg

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