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Geschäftslage der Nadelholzsäger

Die Geschäftslage wurde lt. Erhebung vom ifo Institut Ende September 2017 von deutschen Nadelholzsägern im Vergleich zum Vormonat erneut etwas schlechter, aber in der Gesamtschau noch immer als gut beurteilt. Derzeit berichten acht Zehntel von zufriedenstellenden und fast alle anderen von guten Geschäften. In der näheren Zukunft dürfte sich daran aller Voraussicht nach nichts ändern. So rechnet ein kleiner Teil der Befragten mit einer weiteren Besserung und ein Bruchteil von einer schlechteren Situation aus. Der Löwenanteil geht allerdings von Stabilität aus.

Die Nachfrage blieb im Vormonatsvergleich quasi unverändert und auch die Auftragsbestände blieben bei allen befragten Betrieben konstant. Die Beurteilung der Aufträge war zuletzt deutlich negativ: Fast vier Zehntel bezeichneten sie als zu klein und alle anderen als normal. Das Produktionstempo hat sich laut Umfrageergebnis branchenweit kaum geändert. Auch in den kommenden drei Monaten wird sich die Fertigungsgeschwindigkeit aller Voraussicht nach nicht ändern.

Laut Zusatzerhebung des ifo-Instituts klagten 11 % der befragten Unternehmen für die vergangenen drei Monaten über zu geringe Aufträge, 18 % über Arbeitskräftemangel und bei 14 % war der Rohstoffvorrat zu gering. Dennoch lag der Anteil der Unternehmen, in denen mit Überstunden produziert wurde, bei 20 %. Während derzeit noch in keinem der Betriebe Kurzarbeit nötig war, gehen 2 % davon aus, dass dies in den kommenden drei Monaten der Fall sein könnte. Fast alle gehen von einer stabilen Beschäftigungslage aus, 2 % rechnen jedoch mit Entlassungen.

Gut ein Zehntel der Betriebe konnte die inländischen Verkaufspreise für Nadelschnittholz anheben, alle anderen hielten sie zumindest stabil. Der Erzeugerpreisindex von rauem Fichten-/Tannenschnittholz stieg im August 2017 mit 118,6 Punkten (2010 = 100) um 1,0 % über Vormonat. Binnen Jahresfrist errechnet sich ein Plus von 3,5 %. Nadelhobelware verteuerte sich im Vormonatsvergleich mit 113,5 Zählern um 0,7 %. Im Vergleich zum Vorjahr war ein spürbares Plus von 1,8 % zu verzeichnen. Für die kommenden drei Monate rechnen alle Befragten mit stabilen Preisen.

Das Exportgeschäft dürfte sich in den kommenden Monaten kaum ändern.

HMI, Quelle: ifo

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