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Sägertreffen Elsass, Vorarlberg, Schweiz, Baden-Württemberg

Vertreter der Sägewerke aus dem Elsass, Vorarlberg, der Schweiz und Baden-Württemberg trafen sich am 8./9. September in Soultz/Elsass zum traditionellen Austausch über die Märkte und Herausforderungen der Branche.

Die Lage am Schnittholzmarkt in Mitteleuropa wurde als stabil beurteilt, das Exportgeschäft läuft, Auftragslage und Beschäftigung sind gut. Auf der Absatzseite ist mit anhaltender Preisstabilität, möglicherweise auch mit einer weiteren Preisanhebung zu rechnen. Daran ändern auch die Sturmwürfe und Käferholzaufkommen in einigen mitteleuropäischen Regionen nichts.

Die Geschäftsfelder Bau, Export und Verpackung tendieren auf einem überdurchschnittlichen Niveau. Da jedoch gleichzeitig mit höheren Produktionskosten wie beispielsweise bei Stromkosten und Arbeitskosten zu rechnen ist, dürfen Produktpreise keinesfalls nachgeben.

Der Rohstoffpreis hält sich nun schon seit einigen Jahren auf einem sehr hohen Niveau. In einigen Regionen hat sich eine neue Preisschiene beim Starkholz etabliert. Es herrschte Konsens darüber, dass künftig mit vermehrtem Starkholzaufkommen zu rechnen ist und dass dies für die Sägeindustrie als erste abnehmende Hand aus dem Wald von Bedeutung sein wird. Ein weiterer Vorratsaufbau in Deutschland wird forstfachlich oft für zunehmend riskant und unsinnig gehalten. Hierbei fordern die Teilnehmer des 4-Länder-Treffens, dass die Nutzfunktion der Wälder wieder mehr in Fokus gerät und weitere Beschränkungen der Holznutzung abzulehnen sind.

Die Regionalität des Rundholzes als Verkaufsargument gewinnt weiter an Bedeutung. In diesem Zusammenhang sollte die Werbung für den Baustoff Holz weiter vorangetrieben werden, denn Regionalität ist auch ein wichtiges Argument im Konzept der Absatzförderung.

Bei Eiche besteht weiterhin eine hohe Nachfrage. 1a-Blockware ist ebenso gesucht wie rustikale Asteiche wobei für die Preisentwicklung des Rundholzes kaum noch Luft nach oben gesehen wird. Der Buchen-Markt verläuft ruhig, die Nachfrage kann gut bedient werden. Esche geht zu einem hohen Anteil über Exporteure nach Asien.

HMI, Quelle: vsh

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