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Holzmarkt in Bayern

Die angefallenen Kalamitätsmengen aus dem Borkenkäferanfall und der Gewitterstürme der letzten Wochen belaufen sich nur auf einen Bruchteil eines normalen bayerischen Jahreseinschlags, der in den letzten Jahren bei knapp 20 Mio. Fm lag. Eine Erhöhung des Gesamteinschlags in Bayern ist somit nicht zu erwarten. Ausgehend von einer guten Baukonjunktur und Exportwirtschaft besteht eine sehr hohe Nachfrage auf den Schnittholzmärkten. Die Produktionstätigkeit ist hoch. In vielen Segmenten rechnet die Holzbranche mit weiter steigenden Preisen auf den Abnahmemärkten. Auch der Absatz in außereuropäische Gebiete, wie den Nahen Osten, ist derzeit gut.

Da derzeit in Bayern die Abnehmer sehr gut versorgt sind, kommt der Nadelfrischholzeinschlag bayernweit quasi zum Erliegen. Die Bayerischen Staatsforsten haben ihn nahezu vollständig eingestellt und auch im Privat- und Kommunalwald erfolgt dieser stark eingeschränkt und überwiegend nachfragebezogen. Darüber hinaus werden große Holzmengen in Nass- und Trockenlagern zwischengelagert. In den vom Gewittersturm „Kolle“ betroffenen Landkreisen Passau und Freyung-Grafenau erfolgt eine differenzierte Aufarbeitungsstrategie. Einzelwürfe und –brüche sowie Nester werden prioritär aufgearbeitet. Bei flächigen Würfen erfolgt die Aufarbeitung zeitversetzt über dem Winter hinweg. Zusätzlich werden Holzmengen über den Ferntransport vermarktet, um den bayerischen Holzmarkt zu entlasten.

Der Bayerische Waldbesitzerverband empfiehlt seinen Mitgliedern, bei der Vermarktung zwischen Kalamitäts- und Frischholz zu differenzieren und auf längerfristige Abschlüsse derzeit zu verzichten.

HMI/Quelle: Bayerischer Waldbesitzerverband

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