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Bundesrat fordert mehr Unterstützung für Waldbesitzer

Waldbesitzer, die von Klimaschäden betroffen sind, brauchen Hilfe. In einem Entschließungsantrag forderten daher die Länder den Bund auf, die festgelegten fünf Mio. € Hilfe für kommunale und private Waldbesitzer aufzustocken.

„Der Beschluss des Bundesrats ist ein klarer Auftrag an den Bund im Interesse unser Wälder. Ich freue mich, dass die Länderkammer sich heute so deutlich für eine größere Unterstützung kommunaler und privater Waldbesitzer ausgesprochen hat. Wir erwarten nun, dass die Bundeslandwirtschaftsministerin die Hilfen aufstockt, um unsere Wälder und Waldökosysteme zu stärken“, sagte Umweltministerin Ulrike Höfken am 15. Februar im Anschluss an die Bundesratssitzung in Berlin.

„Der Bund hat heute angekündigt, eine stärkere Finanzierung zu prüfen, wenn das komplette Schadensausmaß bekannt ist. Für Rheinland-Pfalz kennen wir die Zahlen: 84 % der Bäume sind geschädigt. Jungpflanzen sind vertrocknet, Altbäume sind vom Borkenkäfer befallen, es gab Schäden durch Sturm oder Starkregen. Das alles ist sehr alarmierend! Für das Jahr 2018 rechnen wir mit Schäden allein durch Borkenkäfer in Höhe von 20 Mio Euro – über alle Waldbesitzarten hinweg“, so die Ministerin.“

Im Entschließungsantrag fordern die Länder den Bund auf, die festgelegten fünf Millionen Euro an versprochenen Mitteln in der Gemeinschaftsaufgabe „Agrarstruktur und Küstenschutz“ aufzustocken. Rheinland-Pfalz würde davon insgesamt 263.000 Euro beziehungsweise 72 Cent/ha erhalten, inklusive der dazu kommenden Landesgelder. „Wir erkennen die Bemühungen an. Aber die geringe Summe hilft keinem der von den enormen Klimaschäden betroffenen Waldbesitzer“, sagte die Umweltministerin.

 

MUEEF

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