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Norbert Leben, Präsident des Waldbesitzerverbandes Niedersachsen (links), und Michael Degenhardt, Forstamtsleiter Südniedersachsen, erläutern Ministerin Otte-Kinast die katastrophale Lage in Ahlshausen.

Hilfe für Waldbesitzer in Niedersachsen läuft an

Besonders betroffen vom Orkan „Friederike“ ist das Bundesland Niedersachsen und hier die Regionen Solling, Harz, Osnabrücker Hügelland und das Weserbergland. Den Gesamtschaden von rund 2,2 Millionen Kubikmetern Sturmholz teilen sich die Niedersächsischen Landesforsten (eine Million Kubikmeter) und der Privat- und Körperschaftswald (1,2 Millionen Kubikmeter) auf. Nun läuft die Hilfe des Landes für Waldbesitzer an.

Der Orkan „Friederike“ hat erhebliche Schäden in niedersächsischen Wäldern verursacht. Das gesamte Ausmaß mit rund 2,2 Millionen Kubikmetern Sturmholz (deutschlandweit 8,5 Millionen Kubikmeter) wurde vom Niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (ML) bekanntgegeben.  Niedersachsens Forstministerin Barbara Otte-Kinast besuchte am 5. Februar mehrere betroffene Gebiete im Landkreis Northeim, um sich vor Ort ein Bild von den Folgen der Sturmkatastrophe zu machen. Norbert Leben, Präsident des Waldbesitzerverbandes Niedersachsen, und Michael Degenhardt, Forstamtsleiter Südniedersachsen, erläutern der Ministerin die katastrophale Lage in Ahlshausen.

Für die Niedersächsischen Landesforsten erläuterte der Präsident Dr. Klaus Merker die Situation: „Uns kam jetzt der Katastrophenplan zugute, den wir nach ‚Kyrill‘ erstellt haben“. Man habe schnell Arbeitskräfte und Harvester in den verwüsteten Gebieten zusammen gezogen, um die Aufarbeitung zügig anzugehen. Die Lage sei wegen des Borkenkäfers besonders brisant. Der verbreitet sich ab 15 Grad Celsius und kann ganze Fichtenwälder auslöschen. Die Vermarktungsmöglichkeiten sieht Dr. Merker positiv. Allerdings sei die Logistik per Lastwagen und Bahn ein Nadelöhr.

„Das ist schwer für unsere Waldbesitzer zu verkraften“, so Degenhardt. Der Orkan habe die Arbeit von vier Generationen zunichte gemacht und Hunderten Privatwaldbesitzern einen Großteil ihrer wirtschaftlichen Grundlage genommen. Einige Forstbetriebsgemeinschaften seien völlig „baumlos“. Dort stehen nur noch vereinzelt Fichten, viele sind auf halber Höhe abgebrochen, Holzsplitter ragen aus den Stämmen. Die meisten Bäume liegen in breiten Schneisen kreuz und quer auf dem Boden.

Norbert Leben erklärte beim Ortstermin mit der Ministerin: „Gerade in Südniedersachsen habe man es mit vielen Besitzern zu tun, die Kleinstbestände von weniger als 2,5 Hektar bewirtschaften. Nun komme es darauf an, „Hand in Hand“ schnell das Holz aufzuarbeiten und zu vermarkten“. Er sieht dabei die Förster, die Landwirtschaftskammer, die Forstbetriebsgemeinschaften und die Holzvermarkter in einem Boot.

Hilfe der Landesregierung für Waldbesitzer

Ministerin Otte-Kinast versprach: „Ich werde mich um einen Schulterschluss in der Landesregierung und mit der Politik bemühen.“

Folgende Maßnahmen sind bereits angelaufen

• Für die aus Holzverkäufen erhöhten Einnahmen gilt bereits ein verminderter Steuersatz.

• Um die Abfuhr der Holzmengen aus dem Wald zu unterstützen, wird die zulässige Tonnage der Rundholz-Lastwagen befristet auf 44 Tonnen erhöht.

• Darüber hinaus werden die Wiederaufforstung und die Instandsetzung der Waldwege gefördert.

 

ML

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