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Hiddensee steht auf "Dauerholz"

Hiddensee steht auf „Dauerholz“

Die Ostseeinsel Hiddensee hat sich entschieden – für „Dauerholz“. Am 23. November 2011 hatte der neue Ausstellungspavillon des Gerhart-Hauptmann-Hauses in Kloster sein Richtfest. Die für den Bau benötigten Dielen hat die Dauerholz AG zur Verfügung gestellt.

Nach Fertigstellung durch das Architekturbüro rutsch+rutsch sind nun 160 qm des Gebäudes mit dem robusten und langlebigen Holz verlegt. Der Pavillonneubau dient künftig als Präsentationsraum, Museumsshop und neuer Eingang der einstigen Sommerresidenz von Gerhart Hauptmann. Die offizielle Einweihung wird im Juni 2012 stattfinden.

Zum Richtfest waren auch Dr. Enoch Lemcke, Leiter des Kulturministeriums Schwerin und der Vorsitzende der Gerhart-Hautmann-Stiftung, Prof. Dr. Dr. Metelmann vor Ort. Es werde nicht nur ein gelungener Neubau in Kloster, sondern auch eine gelungene Einleitung in das nahende Gerhart-Hauptmann-Jahr 2012 geschaffen.

Bisher wurden für kommunale Bauprojekte oft tropische Hölzer eingesetzt – Dauerholz hingegen liefert die ökologisch einwandfreie Alternative aus heimischem Holz. Dieses wird mit Wachs getränkt und ist dadurch genauso haltbar wie die gefährdete Ressource aus dem Regenwald. So können Städte und Gemeinden mit Dauerholz problemlos auf den Einsatz von Tropenholz für Parkbänke, Brückenbeläge oder Wanderwege verzichten. Mit dem neuen Pavillon auf Hiddensee wird Dauerholz auf einer weiteren Ostseeinsel für die Stadtentwicklung eingesetzt. In Binz auf Rügen ziert der Tropenholz-Ersatz bereits eine Parkanlage und die Strandpromenade.

Kommunen verbannen Tropenholz zunehmend aus ihrem Stadtbild: Die Bundesregierung hat zum 17. Januar 2011 die Beschaffungsrichtlinie zu Holzprodukten neu aufgelegt. Damit müssen alle Holzprodukte nachweislich aus einwandfreien Quellen stammen. Als Garanten für eine entsprechende Herkunft der Holzprodukte werden z.B. Betriebe mit PEFC-Zertifizierung anerkannt – wie die Dauerholz AG. Mittlerweile verzichten mehr als 450 Städte und Gemeinden freiwillig auf Tropenholz. Das ab 2013 europaweit gültige Verkaufsverbot für tropische Hölzer aus nicht zertifiziertem Einschlag, wird die legale, zertifizierte Ware zudem deutlich verteuern. Der Einsatz von heimischen Werkstoffen wie Dauerholz wird dann noch attraktiver.

Dauerholz als und ökologische Alternative zu Bangkirai und Co. kommt aus Mecklenburg-Vorpommern. Im dortigen Dabel produziert die DauerholzZ AG seit 2009 den Werkstoff Dauerholz. Das patentierte Verfahren: Heimisches Holz wird bis ins Innere des Kerns mit einer umweltneutralen, wachsbasierten Lösung komplett durchtränkt. In den Holzzellen wirkt das Wachs auf natürliche Weise wie ein Schutzpanzer, so dass Feuchtigkeit, holzzerstörende Pilze und Parasiten keine Angriffsfläche haben. Der Einsatz von Tropenholz kann dadurch vermieden werden.   

 

Zum Thema: forstpraxis.de-Meldung

 
Dauerholz AG

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