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HFR und Forstakademie Gifu erneuern Kooperationsabkommen: Neben der Vereinbarung zur weiteren inhaltlichen Zusammenarbeit standen politische Termine MLR an.

HFR und Forstakademie Gifu erneuern Kooperationsabkommen

Im November 2019 jährt sich die Kooperation der Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg (HFR) mit der Forstakademie Gifu in Japan zum fünften Mal. Das Abkommen stand zur Verlängerung an. Zu diesem Anlass besuchte der Rektor der Akademie, Prof. Shiro Wakui, die Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg vom 19. bis 21.10.2019. Begleitet wurde er von einer hochkarätigen Delegation.

Die im November 2014 unter Mitwirkung des Gouverneurs der Präfektur Gifu, Hajime Furuta, sowie Ministerin Theresia Bauer (MWK, BW) im Arboretum der Hochschule gepflanzten fünf japanischen Eiben stehen symbolisch für die enge und freundschaftliche Beziehung der beiden Hochschulen: langsam aber stetig gewachsen, zugleich vital und fest verwurzelt.

Aus der anfänglichen Partnerschaft hat sich längst eine verlässliche Freundschaft zwischen den Institutionen und vielen Akteuren zumal auf persönlicher Ebene entwickelt. Aktuell sind zwei Studierende der HFR im Praxissemester an der Akademie in Gifu und ein Studierender von dort absolviert als Austauschstudent ein Studienjahr an der HFR.

Weitere Zusammenarbeit vereinbart

Das auf zunächst fünf Jahre angelegte Abkommen stand folglich zur Verlängerung an. Zu diesem Anlass besuchte der Rektor der Akademie, Prof. Shiro Wakui, die Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg vom 19. bis 21.10.2019. Begleitet wurde er u.a. vom Forstpräsident der Präfektur Gifu, Masatoshi Ogisu und dem stellv. Rektor, Takahashi Naganuma, als Delegation von erheblichem forstpolitischem Gewicht.

Neben der Vereinbarung zur weiteren inhaltlichen Zusammenarbeit der Hochschulen standen denn darüber hinaus politische Termine mit dem Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg (MLR) an, bei denen Forstpräsident Ogisu um die weitere finanzielle Unterstützung der Kooperation durch das Land Baden-Württemberg warb und die bisher erreichten Ziele und vorzeigbaren Ergebnisse und die Bedeutung der forstlichen wie auch holzwirtschaftlichen Zusammenarbeit in Wissenschaft und Praxis unterstrich. Gifu ist eine von nur zwei Präfekturen in Japan, die eine eigene Forstabteilung in der Präfekturverwaltung unterhalten. Dies zeigt, wie wichtig die Forstwirtschaft in Gifu ist und dass Baden-Württemberg hier einen Partner hat, mit dem eine internationale Zusammenarbeit Sinn und ein langfristiges Engagement sich lohnt und bezahlt macht.

Gemeinsame Themen für die nächsten fünf Jahre

Nachdem in den vergangenen fünf Jahren die Kooperation im Schwerpunkt auf verschiedenen Austauschformaten und dem Wissenstransfer lag, stehen die nächsten fünf Jahre nun unter einer Vielzahl von thematischen Schwerpunkten, die in gemeinsamen Forschungsprojekten dringliche Themen der deutschen und japanischen Forstwirtschaft bearbeiten werden:

  • nachhaltige Waldbewirtschaftung vor dem Hintergrund der Klimaveränderung;
  • Wildökologie und Jagdwesen;
  • Waldpädagogik;
  • Holzbauarchitektur sowie
  • Wald und Gesundheit.

Großes Potenzial auch für Visionen der Landesregierung

„Die HFR ist nicht nur in Gifu, sondern in ganz Japan berühmt“, so Rektor Wakui über das Renommee, welches die Hochschule in Japan erreicht hat, und dass „kaum ein Tag vergeht, an dem die Gifu Newspaper nicht über die Kooperation der Akademie und der HFR berichtet“, freute Rektor Kaiser und die bei der Unterzeichnung der Verlängerung anwesende Ministerialdirektorin Grit Puchan (MLR) ganz besonders. „Aus Partnerschaft ist längst Freundschaft geworden“ beschreibt Rektor Kaiser das besondere Verhältnis mit der Akademie.

Auch Ministerialdirektorin Grit Puchan zeigte sich beeindruckt, dass aus der Kooperation sogar bereits geschäftliche Beziehungen zwischen Unternehmen des Forst-Clusters entstanden sind. „Wir in Baden-Württemberg sind sehr daran interessiert, von unseren Japanischen Freunden zu lernen, wie die gesundheitliche Wirkung der Wälder auf die Menschen gemessen und nutzbar gemacht werden kann“, so MD Puchan, die bei diesem Thema ein großes Potenzial auch für die Visionen der Landesregierung erkennt.

Neben den offiziellen Besuchen an der HFR und dem MLR standen Besichtigungen in Deutschlands höchstem Holz-Hochhaus, dem SKAIO in Heilbronn, dem Haus des Waldes in Stuttgart und dem im Bau befindlichen neuen Besucherzentrum im Nationalpark Nordschwarzwald auf dem Programm.

HFR/Red.

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