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Teilnemer der Tagung, die der Landesverband Lippe und der Landesbetrieb Wald und Holz Nordrhein-Westfalen gemeinsam durchführten.

Heute den Wald von Morgen gestalten

Am 19. April 2018 fand in Lemgo beim Landesverband Lippe die Tagung zum Thema „Erhalt bzw. Steigerung der nachhaltigen Holzproduktion unter Nutzung ausgewählter Baumarten aus anderen biogeografischen Regionen“ statt.

Der Vorstellung der ersten Projektergebnisse vorangegangen waren ein abwechslungsreicher Konferenztag: Hochkarätige Forst- und Holzwissenschaftler präsentierten in sechs Fachvorträgen neueste Erkenntnisse und Forschungsergebnisse zu diesem Thema und beleuchteten vielfältige Aspekte. Dabei ging es um den Holzbedarf und das Holzaufkommen in Deutschland, um Wachstumsablauf und Zuwachsreaktionen nichtheimischer Baumarten, um Eigenschaften und Nutzungsmöglichkeiten ihres Holzes, oder um Naturschutzaspekte. „Für den Landesverband Lippe als größten Körperschaftswaldbesitzer in Lippe, stellt das Projekt eine große Chance dar, weil wir so auf Landesverbandsflächen neue Baumarten austesten und Fakten erheben können, die für die künftige Bewirtschaftung unserer Wälder von herausragender Bedeutung sind. Denn die Forstwirtschaft ist für den Landesverband Lippe eine wesentliche Einnahmequelle, um unsere Kultureinrichtungen und die vielfältige Kultur in Lippe finanzieren und fördern zu können“, betonte Verbandsvorsteherin Anke Peithmann als Gastgeberin der Tagung. „Ich danke deshalb sehr herzlich unserem Kooperationspartner, dem Landesbetrieb Wald und Holz Nordrhein-Westfalen sowie dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und der Fachagentur nachwachsende Rohstoffe e. V. für die großzügige Unterstützung. Ohne sie könnten wir dieses Projekt nicht durchführen.“

Weiterführende Informationen:

Im Rahmen des Projekts „Erhalt bzw. Steigerung der nachhaltigen Holzproduktion unter Nutzung ausgewählter Baumarten aus anderen biogeografischen Regionen“ bauen die Forstabteilung des Landesverbandes Lippe und der Landesbetrieb Wald und Holz Nordrhein-Westfalen nichtheimische Baumarten auf Flächen von rund 26 ha an. Mit wissenschaftlicher Begleitung werden sieben Nadel- und vier Laubbaumarten untersucht: Atlaszeder, Küstentanne, Araukarie, Westliche Hemlocktanne, Küstenmammutbaum, Gebirgsmammutbaum, Sicheltanne, Baumhasel, Esskastanie, Orientbuche und Platane. Ziel ist unter anderem, herauszufinden, welche dieser nichtheimischen Baumarten in Nordrhein-Westfalen gut wachsen und nutzbares Holz liefern können, ohne dass sie Nachteile für die heimischen Waldgesellschaften mit sich bringen. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) über die Fachagentur nachwachsende Rohstoffe e. V. gefördert.

Landesverband Lippe

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