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Hessisches Hirschkäfermeldenetz verzeichnet täglich neue Fundhinweise

Mit etwas Glück können die eindrucksvollen Hirschkäfer jetzt in Hessen gesichtet werden. „Zurzeit bekommen wir aus ganz Hessen die ersten Fundmeldungen rein. Schwerpunkt ist im Augenblick vor allem Südhessen, aber auch aus Marburg, Büdingen und Gelnhausen gibt es die ersten Fotos von kapitalen Hirschkäfern“, berichtet Förster Michael Jünemann von der Servicestelle für Forsteinrichtung und Naturschutz (FENA). Fast täglich gehen hier beim Hessischen Hirschkäfermeldenetz E-Mails mit Fotos und Fundhinweisen ein. „Wir würden uns freuen, wenn möglichst viele Hessen uns ihre Hirschkäferfunde mitteilten“, so Jünemann, der die Aktion als direkter Ansprechpartner begleitet.
„Hirschkäfer haben zur Zeit Stress mit der Paarung“, erläutert Diplom-Biologe Christian Geske von Hessen-Forst. „Stellen Sie sich vor, Sie leben sechs bis acht Jahre als Larven unter der Erde und haben dann nur wenige Wochen Zeit, als Käfer einen Partner für die Fortpflanzung zu finden.“ An einem sonnigen Waldrand mit alten Eichen fühlten sie sich beispielsweise besonders wohl. Aber auch im eigenen Garten kann für den Hirschkäfer ein Lebensraum entstehen. Ein alter Baumstumpf in sonniger Lage kann auch hier schon nach wenigen Jahren Lebensraum für den Nachwuchs des Hirschkäfers werden. Auch Gartenbäume mit blutenden Rindenwunden können Hirschkäfer anlocken.
Meldungen können per Telefon unter der Nummer 0641-4991-0 oder per E-Mail unter der Mailadresse „naturschutzdaten@forst.hessen.de“ erfolgen.
 
 

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