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Hessischer Waldbesitzerverband: Weihnachtsbaum für die Staatskanzlei

Der Weihnachtsbaum ist eine starkes christliches Symbol, das Präsident Michael Freiherr von der Tann auch in diesem Jahr stellvertretend für die hessischen Waldbesitzer dem Ministerpräsidenten, Volker Bouffier, für die Mitarbeiter, Gäste und Politiker in der Hessischen Staatskanzlei überbringt. Die  9 m hohe Nordmanntanne aus dem Vordertaunus ist aber auch eine Wirtschaftsbaumart. Waldbauern im ländlichen Raum erzielen ihre Erträge mit dem Verkauf von Holz aus ihren Wäldern und von Weihnachtsbäumen.
In den Wäldern hat die Holzernte begonnen. Bäume werden gefällt, damit junge Bäume Licht und Platz zum Wachsen bekommen. Dabei achten die Waldbauern und Förster darauf, dass Mischbaumarten gefördert werden. Gemischte Wälder können sich den spürbaren Klimaveränderungen eher anpassen und sind das Ergebnis gezielter Waldpflege. Eine größere Baumartenvielfalt führt zugleich zu mehr Biodiversität. Denn jede Baumart wird von einer typischen Tier- und Pflanzenwelt begleitet. Das geerntete Holz wird zum größten Teil in der heimischen Industrie verarbeitet, wird zum Bauen verwendet oder zur umweltfreundlichen Energieerzeugung eingesetzt. In Hessen werden nachhaltig jedes Jahr etwa 4 bis 5 Mio. Kubikmeter Holz geerntet. Das geerntete Holz speichert Kohlenstoff und wirkt deshalb dem Klimawandel entgegen.
Klimawandel belastet die heimischen Wälder
„Sorge bereiten uns Waldbauern die sichtbaren Auswirkungen des Klimawandels auf die Wälder,“ sagt Waldbesitzerpräsident Michael Freiherr von der Tann mit Blick auf den aktuellen Waldzustandsbericht. „Es geht schneller, als wir denken. Zwei heiße und trockene Sommer in Folge machen sogar der heimischen Baumart Buche schwer zu schaffen.“ Die Buchen haben zum Teil schon Mitte September das Laub verloren und das Wachstum eingestellt. In den kommenden Jahren werden die Bäume zeigen, ob und wie sie diese Belastungen verkraften. Der fehlende Frost in den vergangenen drei Wintern hat die Vermehrung zahlreicher  Baumschädlinge stark gefördert. Zugleich war die Holzernte erschwert.
Bewirtschaftungskosten drastisch gestiegen
Gerade in einer Zeit höchster umweltbedingter Herausforderungen trifft vor allem die Eigentümer kleiner Waldflächen eine massive Erhöhung der Kosten in mehreren Bereichen. Berufsgenossenschaftsbeiträge, Grundsteuer A, Kosten für forstliche Dienstleistungen fressen die erwirtschafteten Erträge auf. Wer nur wenige Hektar besitzt, auf denen junge Laubwäldern wachsen, legt sogar jedes Jahr drauf. Diese Belastungen demotivieren viele Waldbauern, ihre Wälder zu pflegen.
 
Hessischer Waldbesitzerverband

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