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Hessische Landesregierung beschließt integrierten Klimaschutzplan

Der Integrierte Klimaschutzplan Hessen 2025 wurde am 13. März im Kabinett von der Landesregierung beschlossen und am 21. März 2017 veröffentlicht.

Der Integrierte Klimaschutzplan Hessen 2025 (iKSP) enthält 140 konkrete Maßnahmen als Basis, um das Ziel der Klimaneutralität bis 2050 zu erreichen. „Der Klimawandel ist schon in vollem Gange – die letzten beiden Jahre waren die wärmsten Jahre seit Beginn der Wetteraufzeichnung. Wir können und müssen ihn abmildern und uns auf seine Auswirkungen einstellen. Deshalb haben wir als erstes Land einen Klimaschutzplan erarbeitet, der auch die Anpassung an die Folgen des Klimawandels einbezieht“, sagte Priska Hinz, Ministerin für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, in ihrer Regierungserklärung. Die Maßnahmen decken dabei alle relevanten Handlungsfelder ab: von der Landwirtschaft über die Wirtschaft, den Energiesektor zum Verkehr bis hin zum Gebäudesektor und der Gesundheit.
Mit der Verabschiedung des Klimaschutzplans durch das Kabinett hat die Umsetzung bereits begonnen. Die geplanten Maßnahmen setzten Investitionsimpulse in Höhe von 1,6 Mrd. € und könnten fast 40.000 neue Arbeitsplätze schaffen.
140 Mio. € für prioritäre Maßnahmen
„140 Mio. € will die Landesregierung in den nächsten zwei Jahren für die 42 wichtigsten prioritären Maßnahmen zusätzlich ausgeben“, sagte die Ministerin. Die Umsetzung der 42 prioritären Maßnahmen wird bis 2019 begonnen. 140 Mio. € stehen deshalb zusätzlich zu den bereits vorhandenen Haushaltsmitteln für den Klimaschutz bereit. Die gesamte Landesregierung leistet damit ihren Beitrag, um die hessischen Klimaschutzziele zu erreichen: Bis zum Jahr 2020 will Hessen 30 % und bis 2025 insgesamt 40 % der CO2-Emissionen einsparen. Bis 2050 sollen mindestens 90 % Einsparungen und damit Klimaneutralität erreicht werden.
Ein Schwerpunkt der prioritären Maßnahmen liegt im Verkehrsbereich, weil auf diesen allein 35 % der Treibhausgase entfallen. „Wir werden emissionsarme Verkehrsmittel fördern, den Luft-und Schienenverkehr besser vernetzen und den öffentlichen Nahverkehr ausbauen. Gerade in den Städten wollen wir den Rad- und Fußverkehr fördern“, betonte Ministerin Hinz. Das Land werde zudem seiner Vorbildrolle gerecht und verstärke seine Bemühungen zu konsequenten Einsparungen klimaschädlicher Gase.
Breite Beteiligung für den Klimaschutz
Dem Beschluss des Plans durch das Kabinett ging ein eineinhalb jähriger Beteiligungsprozess voraus, in dem mehr als 3.100 Kommentare zu den Maßnahmenvorschlägen eingingen. Beteiligt waren Wirtschafts- und Umweltverbände genauso wie Kommunen und die Wissenschaft.
Der hessische Klimaschutzplan flankiert und ergänzt dabei die Vorgaben der Klimapolitik von EU und Bund mit den rechtlich verfügbaren Mitteln Hessens und enthält viele Maßnahmen, die die Umsetzung der Klimaschutzpolitik der Bundesebene in Hessen erleichtern sollen. Daher umfasst der Klimaschutzplan zahlreiche Maßnahmen im Bereich Information und Förderung, schafft Anreize beispielsweise im Bereich der effizienten Nutzung von Energie oder technischer Optimierungen: von Beratungsprogrammen zur Energieeffizienz und den Ausbau von klimafreundlicher Mobilität über den ökologischen Hochwasserschutz und Förderprogramme zur Haus-und Hofbegrünung bis hin zu umfangreichen Bildungsmaßnahmen im Klimabereich.
Kommunen engagieren sich für den Klimaschutz
Die Umsetzung der Maßnahmen auf kommunaler Ebene wird von Seiten der Hessischen Landesregierung besonders unterstützt, unter anderem über das Bündnis „Hessen aktiv: Die Klima-Kommunen“. Mehr als 150, also mehr als zwei Drittel aller hessischen Kommunen, haben sich bereits in diesem Netzwerk zusammengefunden.
Weitere Informationen zum Klimaschutzplan sowie die Dokumentationen aus dem Beteiligungsprozess finden sich online unter www.klimaschutzplan-hessen.de
 

Integrierter Klimaschutzplan Hessen 2025 (1,8 MB)

 
MUKLV Hessen

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