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BDF zur Änderung des Bundeswaldgesetzes

Hessische Forstleute bekommen mehr Geld

Der Bund Deutscher Forstleute (BDF) saß, vertreten durch den dbb, mit am Verhandlungstisch der Tarifpartner in Hessen. Nach monatelangen Verhandlungen hat die hessische Regierung nach zuletzt großen Protesten und mit Blick auf die Verhandlungsergebnisse der anderen Länder in Potsdam eingelenkt.
Auf Einkommenserhöhungen für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer des hessischen Landesdienstes im Gesamtvolumen von durchschnittlich 4,87 % für die kommenden 24 Monate haben sich Gewerkschaften und Landesregierung am 15. April 2015 in Dietzenbach geeinigt. Zum 1.3.2015 steigen die Gehälter um 2 %, zum 1.4.2016 werden sie um weitere 2,4 %, mindestens aber 80 € (Mindestbetrags-Regelung bis einschließlich Entgeltgruppe 9). Auszubildende erhalten zu den genannten Stichtagen jeweils pauschal 30 € mehr, zudem gibt es für sie einen zusätzlichen Urlaubstag. Die bestehende Regelung zur Übernahme von Azubis wird verlängert. Die Forderungen des dbb und BDF Hessen wurden nahezu erreicht.
„Wir haben einen schwierigen, aber vertretbaren Kompromiss erkämpft. Hessen hält damit im Arbeitnehmerbereich Anschluss an die Einkommensentwicklung im öffentlichen Dienst der übrigen Bundesländer“, stellte dbb-Verhandlungsführer Willi Russ nach Abschluss der Verhandlungen mit dem hessischen Innenminister Peter Beuth fest. „Jetzt gilt es, diesen Anschluss auch für die rund 115.000 Landes- und Kommunalbeamtinnen und -beamten herzustellen. Wir gehen davon aus, dass sich der hessische Landtag als zuständiger Gesetzgeber seiner Verantwortung bewusst ist und eine zeitnahe Entscheidung zur zeit- und inhaltsgleichen Übertragung des Abschlusses auf die Beamten und Versorgungsempfänger treffen wird“, so Russ. Eine „hessische Billigbesoldung wäre ein Schlag ins Gesicht der Kolleginnen und Kollegen und würde dem Land insgesamt schaden“, warnte der dbb-Vize.
Die Tarifparteien beschlossen in den Verhandlungen auch eine moderate Erhöhung des Arbeitnehmerbeitrags zur Zusatzversorgung, um diese zukunftsfest zu machen. „Einschnitte ins Leistungsrecht haben wir ebenso wie in den übrigen Bundesländern verhindert“, zeigte sich der dbb-Verhandlungsführer zufrieden. Auch die hessische dbb-Landesvorsitzende Ute Wiegand-Fleischhacker und der Vorsitzende des BDF Landesverbandes Hessen, Dr. Gero Hütte, begrüßten die Tarifeinigung und unterstrichen die Entschlossenheit der Landesbünde, eine zeit- und inhaltsgleiche Übertragung auf die Landes- und Kommunalbeamten zu erreichen: „Eine Abkopplung der Kolleginnen und Kollegen werden wir nicht hinnehmen“, machten beide deutlich.
Das Land Hessen wird also zunächst nicht von der Lohnentwicklung abgekoppelt und kann weiter mit gleichen Chancen um Fachkräfte werben. Dabei bleibt auch die gute Bewirtschaftung und Pflege der hessischen Wälder zunächst gewahrt. Wünschenswert ist jedoch weiterhin die Verbeamtung der neu eingestellten Forstkollegen.
BDF

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