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Hessens Waldbesitzer wünschen sich mehr Akzeptanz

Die Waldbauern in Waldeck Frankenberg freuen sich über den Besuch und die Aussprache mit der Hessischen Umwelt- und Forstministerin Priska Hinz am 17.2.2017 in Twistetal-Mühlhausen.

Der Waldbesitzerpräsident Michael Freiherr von der Tann: „In dieser Regierungsperiode haben sich viele Rahmenbedingungen geändert, die uns Waldbauern direkt betreffen.“ Deshalb sei intensiver Dialog wichtig, um die Belange der Waldbesitzer vermitteln zu können.
In der Versammlung wurden die starke Anhebung der Beförsterungskostenbeiträge für private Waldbesitzer, der immer strengere Schutz die Artenvielfalt, die kritische Haltung der Grünen zu ertragreichen Baumarten wie Fichte und Douglasie und die Stilllegung von Waldflächen diskutiert. Von der Tann betonte mehrere positive Themen. „Wir bedanken uns für die Unterstützung der Umweltministerin beim Ausbau des Vertragsnaturschutzes.“
Der Vertragsnaturschutz ist in Hessen so konsequent und vorbildlich gelöst, wie in keinem anderen Bundesland. Die neuen Rechtsgrundlagen für die Hessischen Gemeinschaftswälder wurden von Ministerin Hinz von Anfang an unterstützt und umgesetzt. Hinz hat das Finanzierungsvolumen für die Förderung der Forstwirtschaft von 3,5 Mio. € auf 7 Mio. € verdoppelt. In der Hessischen Jagdverordnung hat Ministerin Hinz die Jagdzeiten für Schalenwild einschließlich des Rehbocks auf den 31. Januar verlängert und damit den Forstbetrieben eine wichtige Grundlage für die Regulierung der Wildbestände geschaffen.
Karl Fischer, Vorsitzender der Kreisgruppe Waldeck – Frankenberg im Hessischen Waldbesitzerverband, hob die Vorzüge moderner Holzbauweise hervor. „Wir produzieren nachhaltig einen natürlichen und sehr umweltfreundlichen Rohstoff. Dabei schonen wir die Natur, leisten einen erheblichen Beitrag zum Klimaschutz und zur Erhaltung unserer Wälder“, so Fischer. Holz müsse noch stärker im ein- und mehrgeschossigen Hausbau eingesetzt werden. Holz eigne sich auch hervorragend zur Ergänzung und Erweiterung von Gebäuden im Bestand. Dafür müssten die baurechtlichen Voraussetzungen verbessert werden, appellierte Fischer an die Umweltministerin, die auch für das Bauwesen zuständig ist.
Gemeinwohlleistungen aller Waldeigentümer müssen vergütet werden
 
Der Hessische Waldbesitzerverband begrüßt es sehr, dass die Hessische Landesregierung dem Gemeinwohl dienende Leistungen der Waldbesitzer grundsätzlich honorieren will. Davon profitieren jedoch bislang nur Waldeigentümer, die ihren Wald durch Hessen-Forst bewirtschaften lassen. Gemeinwohlleistungen sollten jedoch allen Waldeigentümern vergütet werden.
Aufwendige und dem Gemeinwohl dienende Dienstleistungen sind beispielsweise die Verkehrssicherung an Straßen begleitenden Waldrändern. Auch umfangreiche Leistungen der Waldeigentümer für den Naturschutz und die Erholungswirkungen des Waldes dienen dem Gemeinwohl und sind daher zu bewerten und abzugelten.
 
 

Zum Thema: forstpraxis.de-Meldung

 

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