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Hessens größtes FFH-Gebiet

Hessens größtes FFH-Gebiet

Mit einer Fläche von mehr als 24.000 ha prägt das FFH-Gebiet „Werra- und Wehretal“ den ganzen Landkreis Werra-Meißner-Kreis und gilt nicht nur hessen- sondern auch bundesweit als „hotspot“ der Artenvielfalt. Es ist Hessens größtes und bedeutendstes FFH-Gebiet mit 23 FFH-Lebensraumtypen, wie die „Kalkheide“ und der „Orchideen-Buchenwald“ und unterschiedlichen Tier- und Pflanzenarten wie der Frauenschuh, die Wildkatze, Schlingnatter und Haselmaus, das Große Mausohr, Uhu und den Wanderfalken. Hessens Umweltstaatssekretär Mark Weinmeister stellte das Schutzgebiet am 30. Oktober in Hessisch Lichtenau vor. Mehr als 80 % des FFH-Gebietes sind mit verschiedenen Buchenwäldern, wie dem Waldmeister- und Orchideen-Buchenwald, bestockt. Besonders orchideenreich sind hierbei die Kalkbuchenwälder an den Werrahängen. „Diese Artenvielfalt gilt es zu bewahren und so werden zur Sicherung der wild lebenden Tiere und Pflanzen seit mehreren Jahren Grunddatenerhebungen und Maßnahmenpläne für die Natura 2000-Gebiete erstellt. Hier hat Hessen einen Weg gewählt, der präzise Maßnahmen zur Zielerreichung benennt, aber auf weiche Umsetzungsinstrumente setzt. Hierzu zählen der Vertragsnaturschutz im Wald, sowie das hessische integrierte Agrarumweltprogramm“, so der Staatssekretär.
Annähernd 10 % der Landesfläche wurden in Hessen als FFH-Gebiete ausgewiesen. 14,7 % der Landesfläche machen insgesamt 60 EU-Vogelschutzgebiete aus. Berücksichtigt man die Überlagerungen beider Schutzkategorien, so gehören mit 440 000 ha mehr als 20 % der hessischen Landesfläche dem europäischen Netz Natura 2000 an.
 

 

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