Waldschutz

Hessen verstärkt Maßnahmen zur Früherkennung der ASP

Bearbeitet von Jörg Fischer

ASP-Früherkennung: Das Land Hessen zahlt eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 50 € für die Beprobung von toten Wildschweinen und vereinfacht die Einsendung der Proben.

Hessen verstärkt die Maßnahmen zur Früherkennung der Afrikanischen Schweinepest (ASP). „Die frühzeitige Erkennung der ASP ist entscheidend für eine erfolgreiche Bekämpfung. Je früher der Ausbruch der Tierseuche in Hessen erkannt wird, desto schneller und wirkungsvoller können wir sie bekämpfen und die wirtschaftlichen Schäden gering halten“, erklärte Hessens Umweltministerin Priska Hinz.

Insbesondere tot aufgefundene Wildschweine sind oftmals das erste Anzeichen für die Einschleppung der Seuche. Das Auffinden und Beproben von Wildschweinkadavern kommt daher einem Frühwarnsystem gleich. „Wir verstärken die Anreize, dass tot aufgefundene Wildschweine auf die Afrikanische Schweinepest untersucht werden und erhöhen die Aufwandsentschädigung für Jägerinnen und Jäger von 30 auf 50 € ab dem 1. Dezember 2020“, ergänzte Hinz. Gleichzeitig werde das Verfahren für die Probeneinsendung erleichtert. Mittels voradressierter Umschläge können die Proben zukünftig für den Absender kostenfrei an das Hessische Landeslabor zur Untersuchung eingesendet werden. Die Umschläge werden den Jägerinnen und Jägern auf Anfrage bei den zuständigen Veterinärbehörden zur Verfügung gestellt.

Hintergrund zur ASP

Am 10. September wurde die ASP erstmals in Deutschland in der brandenburgischen Gemeinde Schenkendöbern nachgewiesen. Seither wurde das Virus in über 170 Fällen überwiegend bei verendet aufgefundenen Wildschweinen in Brandenburg und Sachsen entlang der polnischen Grenze nachgewiesen. Die Afrikanische Schweinepest führt bei über 90 % der infizierten Haus- oder Wildschweine zum Tod. Für den Menschen ist die Tierseuche ungefährlich.

Das Seucheneintragsrisiko über unachtsam entsorgte Speisereste, die kontaminiertes Schweinefleisch oder Schweinefleischerzeugnisse enthalten, ist insbesondere entlang der Autobahnen und Fernstraßen weiterhin hoch.

Weitere Hintergrundinformationen:

Quelle: HMUKLV