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Hessen unterstützt Gründung von Holzverkaufsorganisationen

Um private und kommunale Waldbesitzer bei der Gründung von eigenständigen Holzverkaufsorganisationen zu unterstützen, wurde der Gesetzentwurf zur Änderung des Hessischen Waldgesetzes am 3. April in den Landtag eingebracht. Mit der Änderung werden rechtliche Hindernisse für die Zusammenarbeit von Kommunen und Privaten beim Holzverkauf beseitigt.

HessenForst wird sich nach und nach aus der Holzvermarktung in Kommunal- und Privatwäldern, die über 100 ha groß sind, zurückziehen. Damit trägt das Land den Forderungen des Bundeskartellamtes Rechnung. Das Hessische Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz unterstützt Kommunalwald- und Privatwaldbetriebe deshalb dabei, eigene Holzverkaufsorganisationen zu gründen.

„Wir wollen die Holzvermarktung in Hessen unter Beachtung der kartellrechtlichen Vorgaben zukunftsfähig aufstellen. HessenForst wird allen Waldbesitzern in der bewährten Form auch künftig als Partner zur Verfügung stehen, wir halten also am Einheitsforstamt fest. Denn damit können wir sicherstellen, dass die hessischen Wälder weiter von fachkundigem Personal gut betreut und bewirtschaftet werden“, wird die Hessische Ministerin für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Priska Hinz zitiert.

Neben den rechtlichen Änderungen unterstützt das Land die neuen Holzvermarktungsorganisationen beim Aufbau mit einer dreijährigen Anschubfinanzierung. Hierzu wird aktuell eine Förderrichtlinie erarbeitet.

Ab 2021 Holzvermarktung in eigener Regie

Die hessischen Gemeinden mit Waldeigentum über 100 ha, die aktuell ihr Holz noch unter Mitwirkung des Landesbetriebs HessenForst vermarkten, werden voraussichtlich ab dem Jahr 2021 das Holz in eigener Regie vermarkten. In Regionen mit hohen Anteilen an Körperschaftswald haben die Bemühungen zu einer selbstständigen Holzvermarktung bereits begonnen. Dort kann der Holzverkauf bis zum 31.12.2019 über HessenForst erfolgen.

Red.

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